Überregionale Nachrichten

07.09.2017: Neues Förderprogramm »Ein Netz für Kinder« ermöglicht moderne Kinder-Websites
Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, fördert im Rahmen der Initiative »Ein Netz für Kinder« ab sofort die Modernisierung qualitativ hochwertiger Internetseiten für Kinder. Damit sollen kindgerechte Angebote im Netz für die Nutzung auf Mobilgeräten verbessert und zudem auch verstärkt mehrsprachig angeboten werden. Förderanträge zur »Förderung der Mobilfähigkeit und Mehrsprachigkeit qualitätsvoller kindgerechter Internetseiten« können ab sofort bei der Geschäftsstelle »Ein Netz für Kinder« in der Filmförderungsanstalt (FFA) gestellt werden. Die Förderrichtlinien und weitere Informationen sind unter www.enfk.de verfügbar.

09.08.2017: Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung: Neues Themencluster »Kritische Kulturpädagogik«
Der BKJ-Ehrenvorsitzende Prof. Dr. Max Fuchs und BKJ-Geschäftsführer Tom Braun haben unter dem Dach des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung das Themencluster »Kritische Kulturpädagogik« ins Leben gerufen. Ein konstituierendes Treffen des Themenclusters findet auf der 8. Netzwerktagung vom 4. bis 6. Oktober 2017 in Kassel statt. Darüber hinaus ist die Herausgabe einer Textsammlung »Kritische Kulturpädagogik« in Vorbereitung. Neben der thematischen Auseinandersetzung und Vernetzung von unterschiedlichen Disziplinen zum Forschungsgegenstand der Kulturellen Bildung (Netzwerktagungen) sowie der Nachwuchsförderung (Forschungskolloquium) arbeitet das Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung in thematischen Clustern. Forscher*innen und Praktiker*innen, die sich in einem Cluster zusammenschließen, setzen sich mit einem spezifischen Themenaspekt der Forschung Kultureller Bildung auseinander und verhandeln diesbezügliche Fragestellungen im Rahmen selbst organisierter und -gestalteter Veranstaltungen und Formate sowie in Panels auf den jährlichen Netzwerktagungen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online zu publizieren. Weitere Infos

01.08.2017: SPD will Kooperationsverbot im Bildungsbereich abschaffen
Der Deutschen Kulturrat begrüßt die von der SPD angekündigte nationale Bildungsallianz von Bund, Ländern und Kommunen. Zugleich gibt er zu bedenken, dass eine zeitgemäße nationale Bildungsallianz ohne Einbindung der zivilgesellschaftlichen Akteure nicht denkbar ist. Weitere Infos

01.08.2017: Deutsche UNESCO-Kommission: Inklusive Bildung muss Leitprinzip von Bildungspolitik und -praxis sein
Die Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission fordert ein zwischen Bund, Ländern und Kommunen abgestimmtes Programm zur inklusiven Bildung. Mit der Resolution »Für eine inklusive Bildung in Deutschland« fordert sie unter anderem den Bundestag und die Bundesregierung auf, ein mit Ländern und Kommunen abgestimmtes und mit ausreichenden Ressourcen versehenes Programm zur Förderung der inklusiven Bildung entlang der gesamten Bildungsbiographie aufzulegen.

01.08.2017: Studie »Vielfalt im Klassenzimmer. Wie Lehrkräfte gute Leistung fördern können«
Kinder und Jugendliche aus zugewanderten Familien haben im deutschen Bildungssystem weiterhin weniger Erfolg als jene ohne Migrationshintergrund. Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, spielen die Lehrer*innen hierbei eine wesentliche Rolle. Hier geht es zur Studie

01.08.2017: Wahlprüfsteine – BKJ veröffentlicht Reaktionen der Parteien auf Fragen zur Kulturellen Bildung
Die BKJ hat die im Bundestag vertretenen Parteien gefragt, wie sie die Forderungen der Fachorganisationen Kultureller Bildung zur Bundestagswahl 2017 umsetzen wollen. Den Parteien wurden zu 13 Themen insgesamt 24 konkrete Fragen gestellt. Hier sind die Antworten nachzulesen

28.07.2017: Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks
Am 26. Juli 2017 haben Bundesjugendministerin Katarina Barley und der Generalsekretär für Lebenslanges Lernen und Jugend im Ministerium für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten der Hellenischen Republik, Pafsanias Papageorgiou, in Berlin eine Vereinbarung zwischen den beiden Ministerien unterzeichnet, die die weiteren Arbeitsschritte zur Gründung und Eröffnung des Deutsch-Griechischen-Jugendwerks im Jahr 2019 festlegt. Weitere Infos

28.07.2017: Freiwilliges Engagement in Kultur. Sonderauswertung des Freiwilligensurveys 2014 ist erschienen
Kultur ist in Deutschland der drittgrößte Engagementbereich. Die Sonderauswertung des Freiwilligensurveys 2014 zum freiwilligen Engagement in Kultur und Musik, die die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) in Auftrag gegeben hat, sagt aber noch mehr: Wer sind die Menschen, die sich in Kultur engagieren, welche Motive haben sie, welche Aufgaben übernehmen sie und wie verhält es sich mit den organisationalen Rahmenbedingungen? Und wie kann freiwilliges Engagement in Kultur für alle unter den Gesichtspunkten von Inklusion und Diversität möglich gemacht werden? Hier geht es zur Online-Publikation

20.07.2017: Deutscher Kulturrat richtet Projektbüro »Frauen in Kultur und Medien« ein
Im Juni 2016 wurde die Studie »Frauen in Kultur und Medien« des Deutschen Kulturrates im Bundeskanzleramt vorgestellt. Diese Studie stieß auf eine breite Resonanz und löste vielfältige Diskussionen in Verbänden, in der Politik und in den Medien aus. Als Reaktion auf die Studie richtete Kulturstaatsministerin Monika Grütters MdB (BKM) einen hochkarätig besetzten Runden Tisch ein, der sie bei den weiteren Schritten beraten soll. Nun stellte Kulturstaatsministerin Monika Grütters weitere Schritte und Maßnahmen vor, um mehr Geschlechtergerechtigkeit im Kultur und Medienbereich zu erreichen. Dazu gehört unter anderem die Einrichtung eines »Projektbüros Frauen in Kultur und Medien« beim Deutschen Kulturrat. Es zielt darauf ab, den Diskurs zur Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbereich zu unterstützen und mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen zu unterlegen. Weitere Infos

10.07.2017: Bundesministerin Wanka gibt neue Fördermöglichkeiten für kulturelle Bildungsprojekte bekannt
Das große Förderprogramm für Kulturelle Bildung »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« wird ab 2018 für weitere fünf Jahre fortgesetzt. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat am 6. Juli 2017 mitgeteilt, mit welchen Programmpartnern das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Bündnisse für Bildung von 2018 bis 2022 umsetzen möchte. Mit dabei sind 12 Mitglieder der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) sowie die BKJ als Dachverband der Kulturellen Bildung selbst. Weitere Infos

04.07.2017: Belege für positive Wirkungen Kultureller Bildung
Die Ergebnisse von sechs empirischen Studien im Forschungsfonds Kulturelle Bildung zeigen: Kulturelle Bildung kann Heranwachsende in ihrer persönlichen Entwicklung in unterschiedlichen Hinsichten wirksam unterstützen. Die Studien der empirischen Bildungsforschung wurden am 12.06.2017 in Duisburg vorgestellt. »Die Ergebnisse sind bildungspolitisch hoch relevant«, erklärte dazu Winfried Kneip, Vorstandsmitglied des Rats für Kulturelle Bildung e. V., der die Studien aus Mitteln der Stiftung Mercator gefördert hat. »Unter anderem konnte die positive Wirkung musikalischer Aktivitäten auf die Sprachentwicklung belegt werden. Das öffnet neue Perspektiven für die Sprachförderung von Kindern ungeachtet ihrer Herkunft. Die Forschungsprojekte haben auch gezeigt, dass Tanz und Bewegungstheater die Kreativität und Persönlichkeitsentwicklung von bildungsbenachteiligten Kindern unterstützen. Diese Resultate unterstreichen einmal mehr, wie wichtig qualifizierte Angebote Kultureller Bildung sind, beispielsweise in Ganztagsschulen.« Weitere Infos

27.06.2017: Deutscher Kulturrat: Ein Bundeskulturministerium und weitere Forderungen zur Bundestagswahl
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat vierzehn Forderungen zur Bundestagswahl 2017 vorgestellt. Er fordert u. a. ein Bundeskulturministerium, ein großes Bundesprogramm für Integration und Teilhabe, die Abschaffung des Kooperationsverbots und eine eigenständige Förderung der Infrastruktur für kulturelle Bildung. Gemeinsam treten die im Deutschen Kulturrat verbundenen Organisationen für Kunst-, Meinungs- und Informationsfreiheit sowie den Schutz der Urheberinnen und Urheber ein und machen sich für ein lebendiges kulturelles Leben, das die Vielfalt der Kulturen und kulturellen Ausdrucksformen widerspiegelt, für bestmögliche Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur und eine umfassende kulturelle Teilhabe stark. Der Deutsche Kulturrat versteht Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik. Weitere Infos

22.06.2017: Nationaler Aktionsplan »Bildung für nachhaltige Entwicklung« verabschiedet
Die Nationale Plattform »Bildung für nachhaltige Entwicklung« (BNE) hat am 20.06.2017 den Aktionsplan für Deutschland verabschiedet. Der Plan nennt 130 Ziele und 349 Handlungsempfehlungen. Sie sollen dazu beitragen, Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung in den Strukturen der Bildung – von der Kita bis zur Seniorenbildung – zu verankern, damit der Wandel zu nachhaltigem Denken und Handeln gelingt. Erstmals wurde ein Nationaler Aktionsplan in einem breiten, transparenten und partizipativen Prozess erarbeitet. Über 350 Organisationen und Vertreter/innen von Zivilgesellschaft, Politik, Bildung und Wirtschaft haben seit September 2015 Texte erarbeitet und diskutiert. Gemeinsam haben sie Wege beschrieben, um die prioritären Ziele zu erreichen. Eine Online-Konsultation öffnete den Dialog mit den Bürger/innen. Nichtregierungsorganisationen haben den Prozess aktiv mitgestaltet. Weitere Infos

21.06.2017: BKM-Preis Kulturelle Bildung verliehen
Der BKM-Preis Kulturelle Bildung 2017 geht an das Jugend Museum Berlin, das Schauspiel Dortmund und die Komische Oper Berlin. »Ihre Projekte sind getragen von der Überzeugung, dass kulturelle Vielfalt stärker ist als populistische Einfalt«, betonte Kulturstaatsministerin Grütters mit Blick auf die Preisträger. Mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung zeichnet die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) jedes Jahr herausragende Projekte zur kulturellen Vermittlung aus. Der Preis würdigt die Arbeit öffentlicher und privater Kultureinrichtungen sowie bürgerschaftlicher Initiativen. Der Preis ist insgesamt mit 95.000 Euro dotiert. Die drei Hauptpreisträger erhalten jeweils 20.000 Euro, die anderen sieben nominierten Projekte je 5.000 Euro. Weitere Infos

15.06.2017: Projekt »Europe in Perspective: Internationale Kooperationen in der Kulturellen Bildung« gestartet
Im neuen Projekt der BKJ entsteht ein multinationales, modulares Fortbildungskonzept. Es soll Schulen und außerschulische Akteure der Kulturellen Bildung dabei unterstützen, ihre Zusammenarbeit stärker diversitätsbewusst und transkulturell auszugestalten. Die Fortbildung wird sich sowohl an außerschulische Fachkräfte als auch an Lehrer/innen richten und diese gemeinsam länderübergreifend qualifizieren. Die Inhalte werden zusammen mit Praktiker/innen und Fortbildungsinstitutionen in ganz Europa entwickelt und in der Praxis erprobt. Die erarbeiteten Qualifizierungsmodule werden anschließend veröffentlicht und zur Übernahme in eigene Fortbildungsmaßnahmen frei zur Verfügung gestellt. Weitere Infos

12.06.2017: MIXED-UP-Finalisten stehen fest
Die Finalisten für den MIXED-UP-Wettbewerb stehen fest, der jährlich gelungene Kooperationen von Kultur und Schule bzw. in diesem Jahr erstmals auch Kita und Schule auszeichnet. Unter ihnen sind auch mehrere Projekte aus Hamburg: die Deichtorhallen, die Erich-Kästner-Schule und das KIKU. WIr gratulieren schon mal herzlich und drücken die Daumen!

16.05.2017: BKJ: Ohne politische und ökonomische Teilhabe keine »Kulturelle Integration«
Die BKJ begrüßt das klare Bekenntnis der »Initiative Kulturelle Integration« zu einer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft. »Kulturelle Integration« kann nach Ansicht des Dachverbands der Kulturellen Bildung jedoch nur gelingen, wenn Chancen gerechter verteilt und strukturelle Diskriminierungen abgebaut werden. Angesichts aktueller Debatten, die Diversität und Vielfalt ablehnen und die demokratische Gesellschaftsordnung in Frage stellen, begrüßen die Mitglieder der BKJ die Initiative ausdrücklich. Der Vorsitzende Gerd Taube stellt aber klar: »Dies kann nur der Anfang sein. Dem Bekenntnis müssen Taten folgen. […] Die Möglichkeiten, Gesellschaft mitzugestalten und sich gute Zukunftsperspektiven zu erarbeiten, sind ungleich verteilt. Ohne politische und ökonomische Teilhabe, ohne gerechte Bildungschancen ist kulturelle Integration nicht zu haben.« Die gesamte Erklärung im Wortlaut

16.05.2017: 15 Thesen der Initiative »Kulturelle Integration« in Berlin vorgestellt
Die Initiative formuliert mit den 15 Thesen ein klares Bekenntnis für eine vielfältige Einwanderungsgesellschaft. Die Ergänzung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) dazu betont dazu, dass kulturelle Integration nur gelingen kann, wenn Chancen gerechter verteilt und strukturelle Diskriminierungen abgebaut werden: Ohne politische und ökonomische Teilhabe keine „Kulturelle Integration“. Zu den vollständigen Forderungen der BKJ. Weitere Infos.

02.05.2017: Bildungs- und Teilhabepaket: Millionen Euro liegen brach
»Das Bildungs- und Teilhabepaket geht an Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien vorbei und muss von der kommenden Bundesregierung grundlegend reformiert werden.« Darauf verwies Prof. Dr. Holger Noltze, Sprecher des Rates für Kulturelle Bildung, mit Blick auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für den März 2017. »Seit Jahren nehmen nicht einmal zehn Prozent der berechtigten Kinder und Jugendlichen ihnen zustehende Leistungen für soziokulturelle Teilhabe nach dem SGB II in Anspruch. Hinzu kommen ungenutzte Mittel für soziokulturelle Teilhabe nach dem SGB XII und für Kinder von Asylbewerbern. Insgesamt liegen jährlich Beträge im dreistelligen Millionenbereich bundesweit brach. Es ist kaum auszumalen, welche Chancen für Heranwachsende im Bereich der Kulturellen Bildung hierdurch verschenkt werden. Selbst das Bundesministerium für Bildung und Arbeit stellt in seinem Schlussbericht fest, dass das BuT als viel zu bürokratisch empfunden wird und zudem stigmatisierend wirkt. Eine neue Bundesregierung muss dieses Problem der Teilhabegerechtigkeit schnellstens mit einer umfassenden BuT-Reform angehen.« Zur ganzen Pressemitteilung

02.05.2017: Deutscher Kulturrat kritisiert Verwendung des Begriffs »Leitkultur« durch den Bundesinnenminister
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass die heute von Innenminister Thomas de Maizière, MdB vorgelegten zehn Thesen das Thema Kultur in den Fokus rücken. Doch bedauert er, dass die Thesen unter dem missverständlichen Begriff der Leitkultur publiziert wurden. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: »Warum nur hat der Innenminister seine zehn Thesen zur Kultur des Zusammenlebens in Deutschland unter die Überschrift »Leitkultur für Deutschland« gestellt? Der Begriff der »Leitkultur« ist nicht nur politisch verbrannt, sondern er ist auch zutiefst missverständlich, weil er den Eindruck erzeugt, dass es eine verbindliche Kultur für alle in Deutschland lebenden Menschen geben würde oder sollte.«

24.04.2017: DBJR: Paragraf 48b im SGB VIII verhindern!
Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) hat sich – wie die AGJ – deutlich gegen den geplanten Paragrafen 48b im SGB VIII (Achtes Buch des Sozialgesetzbuches) ausgesprochen. Der Dachverband der Jugendverbände hat eine Kampagne für die Streichung des Paragrafen gestartet, weil dieser lediglich zu neuen bürokratischen Instrumenten führe, anstatt wie beabsichtigt zu mehr Kinderschutz. Nach dem Entwurf für das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz als Teil der SGB-VIII-Reform sollen zukünftig alle Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Meldepflicht unterliegen, wie sie bisher beispielsweise nur für Kitas und stationäre Einrichtungen gilt.

21.04.2017: Rheinland-Pfalz: »Generation K – Kultur trifft Schule«
Das auf drei Jahre angelegte Projekt »Generation K – Kultur trifft Schule« soll die Zusammenarbeit von Bildung und Kultur sowie die kulturelle Schulentwicklung in Rheinland-Pfalz unterstützen. Gerade Kinder und Jugendliche, die wenig Zugang zu Kunst und Kultur haben, sollen mithilfe des Programms erreicht werden. Dafür stehen bis zu 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Zum Start des Programms wurde in der Tuchfabrik Trier eine neue und landesweit tätige Vermittlungs- und Beratungsstelle für Kulturelle Bildung eingerichtet.

27.03.2017: Forderungen der BKJ zur Bundestagswahl: »Diversität anerkennen, Inklusion umsetzen, Zusammenhalt stärken«
Die in der BKJ zusammengeschlossenen Fachorganisationen der Kulturellen Bildung fordern von den Parteien und der zukünftigen Bundesregierung, sich für Diversität, Inklusion und Zusammenhalt stark zu machen. Die zentrale Feststellung der 56 Mitgliedsorganisationen des Dachverbands der Kulturellen Bildung: Der kulturelle und demokratische Zusammenhalt in Deutschland und Europa ist gefährdet. Rechtspopulismus und Radikalisierungstendenzen sowie die Ablehnung von Diversität und Inklusion stellen Grundpfeiler der demokratischen Gesellschaftsordnung offen in Frage. Kulturelle Bildung kann einen wichtigen Beitrag leisten – für mehr kulturelle und soziale Teilhabe und gerechtere Bildungschancen. Dafür brauchen ihre Akteurinnen und Akteure verlässliche Strukturen und Förderung. Die Vertreterinnen und Vertreter des Flächennetzwerks der Kulturellen Bildung in Deutschland – unter ihnen die LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg – haben deshalb mit Blick auf die Bundestagswahl Forderungen an die Bundespolitik formuliert. Diese können Sie hier nachlesen.

22.03.2017: Sonderpreis »Kultur öffnet Welten«: Nominierte stehen fest
Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat die Nominierungen für den Sonderpreis »Kultur öffnet Welten« bekannt gegeben. Der Preis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben und honoriert neue Formen der Zusammenarbeit kultureller Akteure mit Partnern aus Sport, Wirtschaft, religiösen Gemeinschaften oder der Zivilgesellschaft. Aus zahlreichen Vorschlägen hat eine Fachjury zehn Ideen ausgewählt, die Künstler und Kreative aus ganz Deutschland umgesetzt haben.

06.03.2017: Neue BMBF- Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine neue Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung veröffentlicht. Die Digitalisierung mit ihren tiefgreifenden gesellschaftlichen und kulturellen Effekten bedingt auch für die kulturelle Bildung Veränderungen, die in ihren Konsequenzen und Potenzialen bislang weitgehend unerforscht sind. Bildungspolitisch stellt sich die Frage nach der Rolle kultureller Bildung in einer durch Digitalisierung geprägten Gesellschaft sowie nach angemessenen Formen ihrer zukünftigen Ausgestaltung und Förderung. Weitere Infos.

03.03.2017: KIM-Studie 2016 zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger veröffentlicht
Die repräsentative Studienreihe »KIM – Kindheit, Internet, Medien« wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1999 durchgeführt. Sie bildet das Medienverhalten der 6-bis 13-Jährigen in Deutschland ab. 2016 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher/innen im Frühsommer 2016 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Themen der Basisuntersuchung waren u.a. die Medienausstattung der Kinder, deren Freizeitaktivitäten und ihre Medienbeschäftigung. Die Kinder wurden zu Medien wie Youtube oder WhatsApp, digitalen Spiele, aber auch zu Büchern und Musik befragt. Weitere Infos und Download.

01.03.2017: Website der Initiative Kulturelle Integration
Die Initiative Kulturelle Integration, die auf eine Idee des Deutschen Kulturrates zurückgeht, will Impulse zu Diskussionen im Thema interkultureller Integration geben. Sie will erste Antworten finden und zugleich offene Zukunftsfragen benennen. Sie will insbesondere zeigen, welchen Beitrag Kultur zur Integration leisten kann – zur Integration der Menschen, die nach Deutschland kommen, aber auch derjenigen, die bereits in Deutschland leben. Stets aktuelle Artikel und Materialien sind ab sofort hier zu finden. Hier ist auch eine Anmeldung zum wöchentlichen Newsletter möglich.

01.03.2017: Fliegendes Klassenzimmer 2.0 – Neue Kooperation der Stiftung Lesen mit Google Deutschland
Auf der Bildungsmesse didacta 2017 haben Stiftung Lesen und Google Deutschland erstmals das gemeinsame Projekt »Virtuelle Klassenreisen mit Google Expeditionen« einem Fachpublikum vorgestellt. Mithilfe von Virtual Reality Brillen und der mobilen Anwendung Google Expeditionen für Smartphones und Tablets können Lehrkräfte ihre Schüler mit auf eine Reise in den menschlichen Körper, auf fremde Planeten oder in die Vergangenheit nehmen. Mit den Expeditionen möchten Google und Stiftung Lesen Lehrkräfte inspirieren, innovative Technologien auch für die Leseförderung zu nutzen. Weitere Infos.

23.02.2017: Forschungsprojekt »Postdigitale kulturelle Jugendwelten« startet
»Postdigitale kulturelle Jugendwelten« ist ein Verbundvorhaben des Instituts für Bildung und Kultur (IBK) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation mit dem Fachbereich Medien der Akademie der Kulturellen Bildung. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt erarbeitet neue Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt. Weitere Infos

20.02.2017: Impulspapier »Wie interkulturelle Öffnung jetzt gelingen kann!«
Über 50 Migrant*innenorganisationen aus ganz Deutschland haben ein gemeinsames Impulspapier zur Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft erarbeitet. Darin werden vier Veränderungsziele zur Interkulturellen Öffnung hervorgehoben: Umsetzung von Strategien zur interkulturellen Öffnung in Organisationen, Institutionen und Verwaltung; Stärkung der Migrant*innenselbstorgansiationen und ausreichend Strukturfördermittel und Anlaufstellen für Prozesse der Interkulturellen Öffnung; Erhöhung des Anteils von Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die Entscheidungsfunktionen wahrnehmen; Menschen erfahren keine institutionelle Diskriminierung und begegnen keinen sprachlichen und kulturellen Barrieren. Um diese Ziele zu erreichen, schlagen die Migrant*innenorganisationen insgesamt 29 Maßnahmen vor.

15.02.2017: BKJ und Mitglieder setzen Ehrenamt in der Kultur als Thema
Auf der Fachtagung »Ehrenamt in der Kultur – Zukunft des freiwilligen Engagements« am 20.-21. Januar 2017 haben sich die BKJ und ihre Mitglieder u. a. über Nachwuchsgewinnung und Organisationsmodelle der Vorstandsarbeit ausgetauscht. Die BKJ wird diese Themen durch eine Zusatzauswertung zum Freiwilligensurvey für die Bereiche Kultur und Musik und eine gemeinsame Positionierung ihrer Mitglieder weiterverfolgen. Weitere Infos.

09.02.2017: 15. Kinder- und Jugendbericht erscheint erstmals mit Jugendbroschüre
Die Bundesregierung nimmt Stellung zum 15. Kinder- und Jugendbericht«, der erstmals mit begleitender Jugendbroschüre erscheint: Die Bundesregierung ist davon überzeugt, dass das Jugend- und junge Erwachsenenalter eine eigenständige Lebensphase mit besonderen Herausforderungen ist. Daraus leitet sich der Anspruch einer Eigenständigen Jugendpolitik ab.
Der Bericht wurde von einer unabhängigen Sachverständigenkommission im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet. Er zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltags Jugendlicher und junger Erwachsener. In den Jugendbericht sind auch erstmals unmittelbar Sichtweisen junger Menschen eingeflossen. Ein zehnköpfiges Redaktionsteam der Jugendpresse Deutschland hat außerdem ergänzend zum Bericht eine Jugendbroschüre »Jugend ermöglichen! erstellt, die zentrale Themen aus der Sicht der Jungredakteure aufbereitet.

06.02.2017: Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung um 750.000 Euro erhöht für Projekte mit Geflüchteten
Der Projektfonds Kulturelle Bildung fördert künstlerisch-kulturelle Projekte mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre in Berlin. Auf Initiative von Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Kultursenator Dr. Klaus Lederer wurde er nun um 750.000 € erhöht. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Sockelbetrag von 2 Mio. € auf 2,5 Mio. € mit Sondermitteln erhöht. 2017 stehen nun erstmals 2,75 Mio. € zur Verfügung. Um den Projektfonds diversitätsorientiert weiterzuentwickeln, kooperiert die Geschäftsstelle des Projektfonds seit einem Jahr mit der AKOMA Bildung & Kultur und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie. Weitere Infos

02.02.2017: Initiative kulturelle Integration: Den inneren Kern unserer Gesellschaft bestimmen
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, der die im Dezember geründete Initiative kulturelle Integration moderiert, spricht im Interview mit der neuen musikzeitung unter anderem darüber, ob wir einen neuen Gesellschaftsvertrag brauchen, weshalb neue Thesen zur Integration benötigt werden und wie nachhaltig die Initiative kulturelle Integration ist.

23.01.2017: Kinderhilfswerk fordert »Bündnis für Kinder«
Aus Sicht des Verbandes ist es an der Zeit, dass sich Bund, Länder und Kommunen, Verbände, Wirtschaft und Medien unter Federführung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem solchen Bündnis zusammenfinden und Initiativen und Maßnahmen für ein kinderfreundliches Deutschland ausarbeiten. Dabei sollte das »Bündnis für Kinder« vor allem die kinderfreundlichere Gestaltung der Kommunen als auch die Bekämpfung der anhaltend hohen Kinderarmut in Deutschland in den Blick nehmen. Weitere Schwerpunkte sollten aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die Themen Bildungsgerechtigkeit, die Förderung des gesunden Aufwachsens aller Kinder und die Medienkompetenzförderung sein. Schließlich gehört auch die Verbesserung der Rechtsposition von Kindern in Deutschland auf die Tagesordnung, insbesondere durch die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz.

20.01.2017: Resolution des Deutschen Kulturrats »Künstlerische Schulfächer stärken«
Der Deutsche Kulturrat hat die Länder aufgefordert, für einen adäquaten Regelunterricht in Kunst, Musik und Theater Sorge zu tragen und hierfür ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer einzusetzen. Damit appelliert der Kulturat an die Verantwortung der Länder, den künstlerischen Schulfächern gerecht zu werden. In der Resolution heißt es: »Angebote von Künstlerinnen und Künstlern und von weiteren externen Fachkräften bzw. von außerschulischen kulturellen Bildungseinrichtungen und Kulturinstitutionen bereichern den Unterricht oder das außerschulische Angebot. Sie sind aber kein Ersatz für den regulären Unterricht in Kunst, Musik und Theater.« Zur Resolution

18.01.2017: »Big Data und Datenschutz für Kinder« Methoden und Materialien
Das Einstiegsalter in die digitale Medienwelt ist in den letzten Jahren stark gesunken. Die Kinder nutzen heute bereits im Vorschulalter Apps und Websites, und in der Grundschule bekommen sie ihr erstes eigenes Smartphone. Die medienpädagogische Facheinrichtung SIN – Studio im Netz hat deshalb im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) pädagogische Methoden und Materialien entwickelt, die Kinder für die Hintergründe von Big-Data-Technologien und die Notwendigkeit des Datenschutzes sensibilisieren sollen. Sie sollten eine Vorstellung davon bekommen, welche Daten in unserer digitalisierten Gesellschaft erfasst werden und wozu diese Datensammlung dienen kann. Die Ergebnisse des Projekts werden 2017 auf dieser Website fortlaufend veröffentlicht.

09.01.2017: Neue Förderrichtlinie für »Kultur macht stark« veröffentlicht
Das Programm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« wird 2018 fortgesetzt. Bis zum 31. März 2017 können bundesweit tätige Einrichtungen und Verbände als Förderer oder Initiativen ihre Konzepte für ein eigenes Programmvorhaben beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einreichen, um anschließend deutschlandweit kulturelle Bildungsprojekte zu fördern bzw. umzusetzen. Bis 2022 sollen dafür insgesamt bis zu 250 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Dabei wurde die bisherige Förderrichtlinie weiterentwickelt, die bisherigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen wurden aber weitestgehend fortgeschrieben. Nach Auswahl der zukünftigen Programmpartner werden ab Herbst 2017 Informationen zu Fördermöglichkeiten für lokale Bündnisse ab 2018 veröffentlicht. Das BMBF lädt an einer Antragstellung Interessierte zu Informationsveranstaltungen ein, im BMBF in Berlin am 23.01.2017, um 12.00 Uhr.

30.12.2016: Koalition beschließt »Integration durch Kultur«
Die Koalitionsfraktionen im Bundestag wollen die Kulturpolitik verstärkt zur Integration von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund nutzen. Diese würden ihre Lebenssituation in Deutschland vor allem dann als positiv bewerten, »wenn sie auch in das kulturelle Geschehen vor Ort eingebunden sind«, heißt es in dem gemeinsamen Antrag »Kultur baut Brücken – Der Beitrag von Kulturpolitik zur Integration« der CDU/CSU- und SPD-Fraktion. Darin fordern Union und Sozialdemokraten die Bundesregierung auf, die interkulturelle Öffnung von Kultureinrichtungen und -angeboten des Bundes weiter voranzutreiben. Vor allem sollten bislang unterrepräsentierte Gesellschaftsgruppen stärker gefördert werden. So soll beispielsweise das Bundesprogramm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« in der zweiten Förderphase nach 2017 unter dem Aspekt der kulturellen Teilhabe von Flüchtlingskindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ausgebaut werden. Ebenso müssten die ehrenamtlichen Strukturen im Bereich der interkulturellen Initiativen ausgebaut werden. Weitere Infos

12.12.2016: Instrumentales Laien- und Amateurmusizieren ist immaterielles Kulturerbe
Das »Instrumentale Laien- und Amateurmusizieren« wurde im Dezember 2016 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ein Expertenkomitee würdigte den von der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) über den Deutschen Musikrat eingereichten Vorschlag als intergenerationelle, schichtenübergreifende und interkulturelle Kulturform. Die vielfältigen Organisationsformen sowie die weite Verbreitung seien bemerkenswert und ermöglichten das Mitwirken einer breiten Trägerschaft in ländlichen wie auch urbanen Räumen. Die Expert/innen würdigten außerdem die identitätsstiftende und integrative Funktion des Musizierens.

06.12.2016: PISA-Studie: Künstlerische Fächer leiden seit Jahren an den Untersuchungen
Die OECD hat in Berlin ihre sechste PISA-Studie seit dem Jahr 2000 vorgestellt. Der Deutsche Kulturrat erkennt an, dass insbesondere durch die erste PISA-Studie im Jahr 2000 bildungspolitische Veränderungen möglich wurden, die ansonsten kaum umgesetzt worden wären. Zugleich müssen aber auch die negativen Wirkungen auf die künstlerichen Schulfächer durch die PISA-Untersuchungen deutlich benannt werden. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: »Gerade die künstlerischen Fächer leiden seit Jahren unter den PISA-Untersuchungen. Nur die vermeintlich messbaren »harten« Schulfächer wurden abgeprüft. Künstlerische Fähigkeiten erscheinen oft nur noch als ein entbehrlicher Luxus, der eine Schulkarriere behindert. Das von der OECD angelegte Untersuchungsraster geht eindeutig zu Lasten der künstlerischen Fächer in der Schule.«

28.11.2016: »Lesestart« für alle Grundschulen
Das Leseförderprogramm Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen ist auf alle Grundschulen in Deutschland ausgeweitet worden. Im Schuljahr 2016/17 stellt die Stiftung Lesen dafür bundesweit 790.000 Sets für alle Erstklässler/innen zur Verfügung. Für die erste Programmphase haben rund 5.000 Kinder- und Jugendarztpraxen von November 2011 bis Ende 2013 mehr als 1,2 Millionen »Lesestart«-Sets zur Weitergabe an Eltern mit einjährigen Kindern im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchung bekommen. Von November 2013 bis Ende 2015 sind mehr als 5.000 Bibliotheken mit mehr als 1,2 Millionen Folgesets zur Weitergabe an Eltern mit dreijährigen Kindern ausgestattet worden. Mit dem Start des Schuljahres 2016/17 beginnt nun der dritte Meilenstein des Programms. Alle Grundschulen erhalten auch im nächsten und übernächsten Jahr zum Schulanfang die kostenlosen »Lesestart«-Sets.

14.11.2016: Rund 68 Millionen Euro für kulturelle Projekte in Hamburg
Der Haushaltsausschuss des Bundes hat beschlossen, im Haushalt für das Jahr 2017 mehrere kulturelle Projekte und Denkmalvorhaben in Hamburg zu unterstützen. Darunter rund 10,75 Millionen Euro für die Sanierung der Laeiszhalle und ihrer Konzertorgel. Weitere Mittel hat der Ausschuss für die Sanierung mehrerer Denkmäler in Hamburg bereitgestellt und für die Entwicklung wichtiger Kreativprojekte in der Stadt. Darunter 2,4 Millionen Euro für die Entwicklung des Oberhafens zum Kreativquartier. Im Weiteren ist nun die Ko-Finanzierung durch die Stadt zu klären, für die ein Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft notwendig ist.

27.10.2016: Barrierefreie Veranstaltungen planen mit »Ramp-Up.me«
Wer das nächste Event barrierefrei durchführen möchte, um es für ein großes, vielfältiges Publikum zu öffnen, ist hier genau richtig. Ramp-Up.me gibt Tipps, wie der Veranstaltungsort barrierefreier wird, wie mehr Vielfalt in das Programm kommt und wie die eigene Kommunikation mehr Menschen erreicht. Was schon mal hilft: ein Bewusstsein für Barrieren, ein Netzwerk vielfältiger Kontakte und eine vorausschauende Planung. Das Ziel der Website ist es, die gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe auf der Bühne und den Zuschauerrängen zu fördern. Ramp-Up.me ist ein Projekt des Sozialhelden e.V. in Berlin. Weitere Infos

24.10.2016: Erkenntnisse aus dem »Innovationsfonds Kulturelle Bildung – Inklusion«
Zwei Jahre lang haben die aus dem »Innovationsfonds Kulturelle Bildung« des Bundesjugendministeriums geförderten Projekte kulturelle und künstlerische Praxis durchgeführt und erprobt, Methoden evaluiert, Gelingens-Faktoren untersucht, inklusive Weiterbildungskonzepte entwickelt, mediale Arbeitsformen erarbeitet und Einrichtungskonzepte hinterfragt. Ergebnisse wurden jetzt auf jugendgerecht.de veröffentlicht. Die wichtigste gemeinsame Erkenntnis aus zwei Jahren lautet: Inklusion ist ohne Alternative! Es geht nicht darum, ob in der Kinder-, Jugendhilfe und -arbeit inklusiv gearbeitet wird, sondern nur darum wie. Noch immer ist es weit verbreitet, dass es Projekte gibt und inklusive Projekte, Angebote und inklusive Angebote. Das Ziel muss aber sein, dass es nur noch Projekte und Angebote gibt, die selbstverständlich inklusiv sind. Weitere Infos

21.10.2016: Initiativen für kulturelle Teilhabe gründen Bundesvereinigung
Ungefähr 60 Kulturinitiativen engagieren sich bundesweit dafür, dass auch Menschen mit geringem Einkommen am kulturellen Leben in ihrer Stadt teilhaben können. Die ersten Initiativen entstanden 2010 in Marburg, Berlin und Hamburg. Sie heißen zum Beispiel KulturLeben, Kulturpott oder Kulturtafel und vermitteln kostenfreie Eintrittskarten. Allein 2015 waren es bundesweit mehr als 400.000 Tickets. Bei einem Treffen am 7. Oktober in Köln gründeten Vertreterinnen und Vertreterin von Initiativen aus ganz Deutschland die »BAG Kulturelle Teilhabe e.V.«. Ziel der zukünftigen Arbeitsgemeinschaft ist es, eine gemeinsame bundesweit agierende Interessenvertretung dieser Initiativen zu sein. Weitere Infos

12.10.2016: VdM und BKJ fordern staatliche Förderung kultureller Bildung in Kitas
Die Bundesregierung hat angekündigt, für die kommenden Jahre deutlich mehr Mittel für die Kindertagesbetreuung bereitzustellen. Neben dem quantitativen Ausbau hält Familienministerin Schwesig eine Weiterentwicklung der Qualität für notwendig. Dazu gehört nach Ansicht des Verbands deutscher Musikschulen (VdM), allen Kindern in der Kita Zugang zu musikalischer Bildung zu ermöglichen. In einem Positionspapier fordert auch die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) umfassende und qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsmöglichkeiten von Anfang an. Darin stellt sie dar, was Qualität in der kulturellen Bildungspraxis für jüngere Kinder bedeutet und welcher Entwicklungsbedarf besteht, um sie zu realisieren.

14.09.2016: Kinder aus armen Familien auch bei kultureller Bildung benachteiligt
In der aktuell veröffentlichten Studie Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche. Erkenntnisse aus empirischen Studien in Deutschland der Bertelsmann-Stiftung wird unter anderem auch auf die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen am kulturellen Leben eingegangen. Dabei kann festgehalten werden, dass Kinder und Jugendliche aus armen Familien einen schwierigeren Schulstart und geringeren schulischen Erfolg aufweisen. Das gilt auch für die künstlerischen Schulfächer wie Kunst, Musik und Theater. Kinder und Jugendliche aus armen Familien nutzen ebenfalls weniger die Angebote von Musikschulen oder Bibliotheken, sie haben ebenso weniger Zugang zu Vereinsangeboten als Kinder aus nicht armen Familien.

05.09.2016: Welcome Board – Neue Initiative zur Unterstützung zugewanderter Musikschaffender
Gemeinsam mit der Musikland Niedersachsen GmbH hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur eine Initiative zur Unterstützung geflüchteter und zugewanderter Musikschaffender gestartet. Mit dem Projekt »Welcome Board« werden MusikerInnen sowie interessierte Partner der niedersächsischen Musiklandschaft gezielt beraten und vernetzt – bis hin zur ganz praktischen Unterstützung bei der Suche nach Instrumenten, Proberäumen und Auftrittsmöglichkeiten. In einem ersten Schritt werden nun interessierte Partner des niedersächsischen Musiklebens sowie geflüchtete oder zugewanderte MusikerInnen gesucht. Ziel ist es, diese miteinander zu vernetzen und Angebote zu vermitteln.

31.08.2016: Neuer Name für die Akademie Remscheid
Mit dem Erscheinen des Jahresprogramms 2017 wird die Akademie Remscheid ab dem 01.09. in Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW umbenannt. Mit dem neuen Namen möchte die Akademie ihre herausragende Stellung als bundes- und landesweite Einrichtung unterstreichen und einen Orientierungspunkt für Neuhinzugekommene in der Kulturellen Bildung setzen. Mit der Namensänderung ist ein neues Design verbunden, am deutlichsten zu erkennen am neuen Logo. Die Punkte im Logo stehen stellvertretend für die vielen Möglichkeiten, die die Akademie im breiten Feld der Kulturellen Bildung eröffnet. Gleichzeitig spiegeln sie das Selbstverständnis der Akademie, Akteure und Multiplikatoren aus Bildung, Kultur und Politik miteinander zu vernetzen.

17.08.2016: Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen
Die Kulturstiftung des Bundes und die Staatlichen Museen zu Berlin starten gemeinsam die »Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen«. Mit einem Vermittlungslabor am Bode-Museum in Berlin und einem bundesweit wirksamen Volontärsprogramm an achtzehn weiteren Einrichtungen soll gezeigt werden, was Vermittlungsarbeit an Museen auszeichnet und was sie bewirken kann. Die zweiteilige Initiative soll Veränderungsprozesse in den Museen selbst anstoßen, die geeignet sind, insbesondere junge Menschen anzusprechen. Für das Volontärsprogramm können sich Museen mit Sammlungsschwerpunkt Kunst deutschlandweit bewerben, die der Vermittlungsarbeit in ihrem Haus langfristig einen höheren Stellenwert einräumen wollen und eine Stelle für ein wissenschaftliches Volontariat im Bereich Vermittlung einrichten. Der Antragsschluss ist der 30. September 2016. Weitere Infos

08.08.2016: BKJ veröffentlicht Positionspapier »Spiel und Kunst von Anfang an – Kulturelle Bildung für junge und sehr junge Kinder«
Die Mitglieder der BKJ fordern in diesem Papier umfassende und qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsmöglichkeiten von Anfang an. Sie stellen dar, was Qualität in der kulturellen Bildungspraxis für Kinder von null bis sechs Jahren bedeutet und welcher Entwicklungsbedarf besteht, um sie zu realisieren. Ausgehend von einer Darstellung ästhetischer Erfahrung als Grundlage jeder Form von – nicht nur kultureller – Bildung, beschreibt das Positionspapier vier Qualitätsdimensionen für gelingende Praxis Kultureller Bildung für die Jüngsten: das Setting, die Haltung der Erwachsenen, Relevanz und Partizipation. Daraus wird eine Reihe von Qualitätskriterien abgeleitet und erläutert. Abschließend werden Entwicklungs- und Handlungsempfehlungen für die Kulturelle Bildung im Elementarbereich formuliert.

20.07.2016: Louise Schroeder Schule Hamburg erhält den Olymp-Zukunftspreis für Kulturbildung der Kulturstiftung der Länder
Kinder zum Olymp!, die Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder, will mit seinem deutschlandweiten Wettbewerb wissen: Wo wurden nachhaltige Strukturen für kulturelle Bildung etabliert? Preiswürdig sind – statt einzelner Projekte – Kultureinrichtungen und Künstler mit ihren Schulkooperationen genauso wie Schulen mit kulturellem Profil, die Schülerinnen und Schüler dauerhaft beteiligen. In der diesjährigen Wettbewerbsrunde gingen 293 Bewerbungen von kulturellen Einrichtungen, Künstlern und Schulen ins Rennen um die begehrten Auszeichnungen, an den eingereichten Programmen und Profilen waren insgesamt über 175.000 Kinder und Jugendliche beteiligt. Die Altonaer Grundschule wurde mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Die Wettbewerbs-Jury lobt den OLYMP-Gewinner für sein kulturelles Profil, »das in den schulischen Grundsätzen fest verankert« und »hochproduktiv« sei. Insbesondere die »große Anzahl verlässlicher, vertrauter Partnerschaften zu Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstlern« beeindruckte die Juroren. Weitere Infos

05.07.2016: Handreichung »Förderprogramme zur Integration von Neuzugewanderten durch Bildung« erschienen
Die Koordinierungsstelle »Netzwerk Stiftungen und Bildung« im Bundesverband Deutscher Stiftungen hat eine Publikation herausgegeben, die die Förderprogramme bündelt, die in den vergangenen Monaten auf Landes- und Bundesebene entstanden sind, um die Integration von Zugewanderten zu unterstützen. Manche der recherchierten Förderprogramme zielen explizit auf Integration durch Bildung. Einige Programme sind auch übergreifend auf gesellschaftliche Integration gerichtet und Bildung stellt nur einen Teilbereich der Förderung dar. Bei vielen Programmen können zivilgesellschaftliche Akteure direkt Fördermittel beantragen, wenn sie ein Projekt im Bereich Bildung durchführen möchten und die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Mit der Publikation soll eine »erste Schneise« im Förderdschungel geschlagen werden. Die Liste kann kontinuierlich ergänzt, beziehungsweise fortgeschrieben werden. Zur Handreichung

04.07.2016: Neue Website präsentiert Kinder- und Jugendfilme zum Themenkomplex Flucht und Migration
97 Filme zum Thema Migration präsentiert das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum auf seiner neuen Microsite. Die Seite ist ein spezielles Angebot für die Filmbildung und für den Einsatz in der filmkulturellen Arbeit. Neben den für die Filmbildung relevanten Filmempfehlungen bietet die Website auch einen Überblick an Projekten, Links zu didaktischen Materialien sowie Hintergrundinformationen, wie etwa Literaturtipps und Adressen von Filmanbietern.

03.07.2016: BKJ betont Verantwortung für kulturelle Teilhabe geflüchteter Kinder und Jugendlicher
Anlässlich der Forderung der UN, bezüglich des zunehmenden Rassismus in Deutschland mehr Aufklärung und Bildung zu leisten, hat auch die BKJ erneut Stellung bezogen. In der Sitzung des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestags am 22. Juni 2016 äußerte die Vorsitzende des UN-Ausschusses, Anastasia Crickley, gegen jede Form von rassistischer Diskriminierung (CERD) Kritik und Besorgnis angesichts eines zunehmenden Rassismus gegenüber eingewanderten Menschen in Deutschland. Die BKJ sieht diese Entwicklung ebenfalls mit Sorge und begrüßt diese Intervention. Kulturelle Bildung habe einen eigenen Auftrag in ihrer Verantwortung für kulturelle Teilhabe geflüchteter Kinder und Jugendlicher und für eine vielfältige Einwanderungsgesellschaft.

02.07.2016: Neue MIXED UP Datenbank
Für Institutionen, die selbst auf der Suche nach neuen Ideen, Konzepten und Anregungen für eine institutionsübergreifende Zusammenarbeit von Kultur und Schule sind, kann die Datenbank entscheidende Impulse setzen. Sie gibt eine anschauliche Übersicht über Kooperationsformate von Kultur und Schule. Außerdem besteht die Möglichkeit, nach beteiligten Schulformen, Kunstsparten sowie den jeweiligen Bundesländer-Kooperationen zu recherchieren und zu filtern. Bereits seit 2005 prämiert der bundesweite MIXED UP Wettbewerb jährlich gelungene Modelle der Zusammenarbeit zwischen Trägern der Kulturellen Bildung und Schulen. Mit der MIXED UP Datenbank gibt es nun eine Plattform, die zahlreiche Projekte der aktuellen und vergangenen Wettbewerbsrunden zentral bündelt.

01.07.2016: Aufruf »Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist!«
Mehr als 30 Sozialverbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie ExpertInnen aus Wissenschaft und Kirchen haben an die Politik appelliert, Armut und Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen wirksam zu bekämpfen. In ihrem Aufruf Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist! fordern die UnterzeichnerInnen eine eigenständige und einheitliche Geldleistung für alle Kinder und Jugendlichen, die deren finanzielles Existenzminimum und gesellschaftliche Teilhabe wirklich absichert. Hinter dem Aufruf stehen unter anderem das Deutsche Kinderhilfswerk, die Arbeiterwohlfahrt, der Bundesverband Deutsche Tafel, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Deutschland und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

30.06.2016: Projekt »Willkommenskultur durch Spiel« gestartet
Das Bundesjugendministerium fördert den Einsatz von Spielmobilen an Flüchtlingsunterkünften. Staatsekretär Dr. Ralf Kleindiek hob beim Projektstart den wichtigen Beitrag der Spielmobile für die Teilhabe von Flüchtlingskindern hervor und lud Spielmobile bundesweit ein, sich an dem Projekt zu beteiligen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2016–2018). Insgesamt stehen 3 Millionen Euro zur Verfügung. Interessensbekundungen sind weiterhin möglich. Weitere Infos

29.06.2016: Bildungsbericht 2016 mit dem Schwerpunkt »Migration«
Am 16.06.2016 haben die Kultusministerkonferenz (KMK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) den Bericht Bildung in Deutschland 2016 vorgestellt. Der nunmehr sechste nationale Bildungsbericht beschreibt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens und widmet sich in seinem Schwerpunktkapitel nach zehn Jahren erneut dem Thema »Bildung und Migration«.

27.06.2016: Bundesjugendkuratorium: Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung
Neun von zehn Jugendlichen besitzen heute ein Smartphone und immerhin 47 % der Kinder im Schulalter haben bereits ein Handy. Informationen sind inzwischen überall zugänglich und Kommunikationswege verändern sich durch mobile Endgeräte. Digitale Medien betreffen als fester Bestandteil der Gesellschaft auch die Kinder- und Jugendhilfe. Fachkräfte, Träger und Politik müssen sich mit den Potenzialen aber auch den Herausforderungen dieser Entwicklung auseinandersetzen. Mit seiner Stellungnahme möchte das Bundesjugendkuratorium (BJK) einen Dialog anstoßen, der das Bewusstsein für die Digitalisierung und die damit einhergehenden Ambivalenzen schärft.

23.06.2016: Neue Verantwortungskultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Auf einem gemeinsamen Symposium haben die BKJ, der Deutsche Kulturrat und die Kulturpolitische Gesellschaft vergangene Woche die notwendige Weiterentwicklung der Kooperation des Staates mit Zivilgesellschaft betont. Gerd Taube, Vorsitzender der BKJ, sagte: »Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Kunst und Kultur und darauf, dass ihre Interessen in der Gesellschaft berücksichtigt werden. Kulturelle Bildung öffnet ihnen Räume für Begegnung und ermöglicht ihnen, Mitgestalter der gesellschaftlichen Gemeinschaft zu sein. Die BKJ ist mit ihren Mitgliedern wichtiger Anwalt der Interessen von Kindern und Jugendlichen und bundesweites Netzwerk von Anbietern Kultureller Bildung. Das zivilgesellschaftliche Mandat des Dachverbandes, als Interessenvertretung für die junge Generation und die Potenziale der Kulturellen Bildung, wird inzwischen durch das Handeln anderer gesellschaftlicher Akteure und des Staates zunehmend infrage gestellt. Deshalb ist es an der Zeit, das Miteinander von Zivilgesellschaft und Staat zugunsten einer lebendigen Demokratie neu auszutarieren.«

20.06.2016: Bundesweites Modellvorhaben »Agenten für die neue Stadtgesellschaft«
Die Kultureinrichtungen haben begonnen, Zuwanderung als einen gesellschaftlichen Normalfall zu begreifen und dem demografischen Wandel konstruktiv zu begegnen. Die Kulturstiftung des Bundes möchte mit ihrem Programm »Agenten für die neue Stadtgesellschaft« diese Entwicklung unterstützen und künftig auch da verankern, wo diese Prozesse noch ganz am Anfang stehen. Sogenannte Agenten sollen Wege und Formen aufzeigen, wie kulturelle Institutionen das Thema Zuwanderung wirksam in ihren eigenen Häusern umsetzen können. Das bundesweite Modellvorhaben soll insgesamt bis zum Jahr 2024 laufen. Es beginnt zunächst mit voraussichtlich 46 Einrichtungen und wird Kulturinstitutionen aus den Bereichen Bildender Kunst, Musik, Darstellender Kunst und Literatur einbeziehen. Die Ausschreibung wird in zwei Runden in den Jahren 2017 und 2018 erfolgen. Weitere Infos

14.06.2016: App »Ankommen« kommt an
Die App Ankommen verzeichnet gut drei Monate nach ihrem Start bereits fast 135.000 Downloads. Sie bietet verbindliche Information und praktische Hilfe für Geflüchtete zu den Themenbereichen »Asyl«, »Ausbildung«, »Arbeit« und »Leben in Deutschland«. Die Informationen stehen auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi/Persisch zur Verfügung. Der integrierte Selbstlern-Sprachkurs auf dem Niveau A1 bietet zudem einen einfachen Einstieg in die deutsche Sprache. »Ankommen« wurde gemeinsam vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk erstellt. Sie ist kostenfrei ladbar, offline nutzbar und steht für Geräte mit den Systemen iOS und Android zur Verfügung. Sie soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut und an die sich laufend ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden.

01.06.2016: »Kultur wirkt!« Argumentationspapier für PolitikerInnen
Der Arbeitskreis niedersächsischer Kulturverbände (akku) hat in diesem spartenübergreifenden Papier Argumente und Beispiele zu Wirkungsfeldern freier Kunst, Kultur und kultureller Bildung aufgelistet. Diesem Papier vorausgegangen war die Erfahrung der LKJ Niedersachsen, dass PolitikerInnen aus den Themenbereichen Kultur, Wissenschaft und Bildung Argumente für ALLE Politikbereiche brauchen, um in Gesprächen die KollegInnen z.B. im Finanzausschuss davon zu überzeugen, dass Kultur nicht nur eine schöne Nebensache ist. Nun liegt das Ergebniss der Argumentationssammlung vor.

24.05.2016: Handreichung: Praxistipps zu »Kultur macht stark«
Die zentralen Ergebnisse der Evaluation des Bundesprogramms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« wurden zusammengefasst und aus den Erfolgsfaktoren Tipps für die praktische Organisation von Bündnissen und die Umsetzung von Maßnahmen abgeleitet. Der Leitfaden soll Programmbeteiligten, Multiplikatoren und interessierten Akteuren vor Ort als Hilfestellung und Orientierung bei der Umsetzung von Angeboten der Kulturellen Bildung dienen. In die Darstellung der Ergebnisse und der Praxistipps sind insbesondere Erkenntnisse eingeflossen, die durch die Auswertung der Programmdatenbank, der Online-Befragungen der Bündniskoordinatoren und der Maßnahmenumsetzenden sowie der Fallstudien bei Bündnissen für Bildung vor Ort gewonnen wurden. Die Handreichung ist im internen Bereich der Internetseite zum Förderprogramm zugänglich. Ein Log in ist notwendig.

23.05.2016: Bundestag: ExpertInnen wollen mehr kulturelle Bildung
Am 11.05.2016 fand im Kultur- und Bildungsausschuss des Deutschen Bundestages ein öffentliches Fachgespräch zum Thema Kulturelle Bildung – einschließlich Bundesprogramm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« statt. Die Sachverständigen zogen bei der Anhörung ein grundsätzlich positives Fazit aus den ersten drei Jahren des Förderprogramms. Verbesserungsbedarf sehen die ExpertInnen vor allem beim Abbau bürokratischer Hürden. Der hohe Verwaltungsaufwand schrecke viele mögliche ProjektpartnerInnen bisher davon ab, am Programm teilzunehmen und sich um eine Förderung zu bewerben. Einvernehmen herrschte auch darüber, dass das Programm künftig junge Flüchtlinge stärker einbeziehen müsse. Zu diesem Zweck wurde der laufende Etat bereits um jährlich fünf Millionen Euro erhöht. Video der Anhörung

22.05.2016: Kunstschaffende arbeiten unter prekären Bedingungen
Wie es aktuell um die berufliche Situation von Kunstschaffenden steht, hat Maximilian Norz von der Künstlerinitiative »art but fair« untersucht. Seiner Studie zufolge herrschen in den Künsten oft unschöne Arbeitsbedingungen: Musiker, Tänzer und Schauspieler müssen sich mehrheitlich mit unzureichender Vergütung und unsicheren Jobs arrangieren. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Akteure auf Theater- und Konzertbühnen einige Missstände in Kauf nehmen müssen. 79 Prozent von ihnen halten ihre Gagen für unangemessen. Das Nettoeinkommen liegt bei 40 Prozent unter 10.000 Euro pro Jahr. Die prekäre Einkommenssituation hängt auch damit zusammen, dass 70 Prozent der Musiker, Tänzer und Schauspieler unbezahlte Leistungen erbringen müssen. Um das zu ändern, wären mehr gewerkschaftliches Engagement von Künstlern, mehr Problembewusstsein beim Publikum und ein Kurswechsel der Kulturpolitik gefragt. Zur Studie

21.05.2016: »Kultur öffnet Welten«: Website mit Projekten veröffentlicht
Eine Begegnungsstätte in Hellerau, ein Kindermusikfest in Hannover oder ein partizipatives Kunstfestival in Dortmund. Überall in Deutschland finden Kulturprojekte statt, die eines gemeinsam haben: Sie wollen Menschen teilhaben lassen, unabhängig von ihrem Alter oder ihrem sozialen Hintergrund. Das Engagement für kulturelle Teilhabe in Deutschland ist nicht nur ein abstrakter Begriff, sondern gesellschaftliche Realität. Die Initiative »Kultur öffnet Welten« will diese Projekte und deren Beteiligte sichtbar machen und hat dafür eine Website ins Leben gerufen. Höhepunkt der Initiative ist die Aktionswoche vom 21. bis 29. Mai 2016, an der mehr als 400 TeilnehmerInnen mit über 450 Veranstaltungen teilnehmen. Zum Programm

13.05.2016: Stiftungsverbund Rat für Kulturelle Bildung e.V. weitet Aktivitäten aus
Der 2012 gegründete Rat für Kulturelle Bildung e.V. erhält prominente Verstärkung: Mit der Robert Bosch Stiftung und der Karl Schlecht Stiftung verzeichnet der aus bislang fünf namhaften deutschen Stiftungen bestehende Stiftungsverbund weitere Unterstützung in seinem Engagement für die Kulturelle Bildung. Sowohl die Robert Bosch Stiftung als auch die Karl Schlecht Stiftung sind im Themenfeld der Kulturellen Bildung seit langem aktiv und erklärten ihren Beitritt Ende April. Mit dem Beitritt der beiden Stiftungen wurde zugleich die Laufzeit des wichtigsten Projekts im Stiftungsverbund, der unabhängige Expertenrat »Rat für Kulturelle Bildung«, um drei weitere Jahre bis Mitte 2019 verlängert.

03.05.2016: Mehr Kunst und Kultur in der Schule: Eltern können viel bewegen
BKJ und Bundeselternrat rufen Eltern dazu auf, sich für ein lebendiges Kulturangebot an den Schulen ihrer Kinder stark zu machen. Der Dachverband der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung und die Dachorganisation der Landeselternvertretungen in Deutschland setzen sich gemeinsam für ein breites Angebot Kultureller Bildung in und mit Schulen ein. Dazu haben sie zusammen den MIXED UP Preis für Elternbeteiligung ausgelobt und die gemeinsame Argumentationshilfe für mehr Kulturelle Bildung in der Schule neu aufgelegt.

29.04.2016: VdM: Vielfalt als Chance und Bereicherung für die öffentlichen Musikschulen
»Musikalische Bildung in Deutschland. Ermöglichen – Gewährleisten – Sichern« heißt das Grundsatzprogramm, das der Verband deutscher Musikschulen (VdM) auf seiner Hauptarbeitstagung am 22./23. April 2016 in Oldenburg verabschiedet hat. Darin bekennen sich die öffentlichen Musikschulen im VdM zum Recht auf qualifizierte Teilhabe aller Menschen an musikalisch-kultureller Bildung und zur Notwendigkeit der Entwicklung hin zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland. Zum Grundsatzprogramm des VdM

29.04.2016: Niedersachsen: »Wir machen die Musik!« wird fortgesetzt
Das niedersächsische Musikalisierungsprogramm »Wir machen die Musik!« wurde erfolgreich evaluiert und wird weiterhin jährlich mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Mit dem Programm soll Kindern aus Niedersachsen im Alter von drei bis zehn Jahren unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft ein niedrigschwelliger Zugang zur Musik ermöglicht werden. Das Musikalisierungsprogramm läuft seit dem Schuljahr 2009/10 in enger Kooperation mit dem Landesverband niedersächsischer Musikschulen. Im laufenden Schuljahr 2015/16 beteiligen sich landesweit 78 Musikschulen, die insgesamt mit rund 1.150 Partner-Kitas und Schulen kooperieren. Daraus ergibt sich, dass mehr als 37.000 Kinder von dem Programm profitieren. Weitere Infos

06.04.2016: »Kultur macht stark« wird fortgesetzt, Extragelder für Projekte mit Flüchtlingen
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat heute bei der ersten bundesweiten Tagung des Programms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« die Fortsetzung des Programms angekündigt . Dazu soll weiterhin mit Verbänden und Initiativen als Programmpartnern zusammengearbeitet werden. Die Bundesministerin unterstrich in ihrer Eröffnungsrede zur Tagung, dass das Programm ihrer Auffassung nach wichtig für Deutschland sei. Sie verkündete, dass ab sofort zunächst bis zum Jahr 2017 zusätzliche 5 Millionen Euro für junge erwachsene Flüchtlinge bis 26 Jahre im Programm zur Verfügung stünden. Weitere Infos

01.04.2016: Studie zeigt: Ganztagsschulen schränken Kooperation mit kulturellen Bildungspartnern ein
Die neuesten Ergebnisse der Längsschnittstudie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) weisen auf einen Rückgang der Kooperationen zwischen Ganztagsschulen und kulturellen Bildungspartnern hin. Dies ergaben Schulleitungsbefragungen aus den Jahren 2012 und 2015. Wie besorgniserregend ist diese Entwicklung für die Träger der Kulturellen Bildung? BKJ-Referentin Bettina-Maria Gördel, Referentin im Projekt „Kreativpotentiale und Lebenskunst NRW“ der BKJ, hat in einem lesenswerten Artikel diesen Befund aus Sicht der Kulturellen Bildung eingeordnet und mögliche Ursachen betrachtet.

11.02.2016: Allianz für Weltoffenheit gestartet
In Berlin wurde heute die neu gegründete »Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt« vorgestellt. Partner sind dabei: der DGB, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Deutsche Bischofskonferenz, der Deutsche Kulturrat e.V., der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Olympischer Sportbund, die Evangelische Kirche in Deutschland, der Koordinationsrat der Muslime sowie der Zentralrat der Juden in Deutschland. Mit dem gemeinsamen Aufruf Die Würde des Menschen ist unantastbar wolle die Allianz ein »dringendes« und »sehr deutliches politisches Signal setzen«, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann heute in Berlin bei der Vorstellung der Allianz. »Ja, Deutschland steht vor großen Herausforderungen«, sagte Hoffmann mit Blick auf die Flüchtlingssituation. Aber die Allianzpartner seien überzeugt, dass die Zivilgesellschaft in Deutschland diese Herausforderung meistern könne. »Das wird natürlich nicht ohne Anstrengungen gehen, nicht ohne Bedingungen und nicht ohne Regeln. Und es geht auch nicht ohne Investitionen in Bildung, in Infrastruktur und Personal«, so Hoffmann. Weitere Infos

03.02.2016: Rat für Kulturelle Bildung fordert BuT-Reform
Das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) in seiner jetzigen Form hat die daran geknüpften Erwartungen nicht erfüllt und bedarf dringend weiterer Reformen. Das ergeben aktuelle Auswertungen des Rates für Kulturelle Bildung (Essen) in Verbindung mit dem zweiten Zwischenbericht zur Evaluation des BuT, den die Bundesregierung im Juli 2015 vorgelegt hat. Die von Bundesministerin Andrea Nahles angekündigte Gesetzesvorlage zur Reform der – auch für die BuT-Leistungen zuständigen – JobCenter sieht der Rat als eine gute Gelegenheit, um auch die strukturellen Mängel des BuT zu beseitigen. In der Studie sei festgestellt worden, dass die Einführung der Leistungen für soziokulturelle Teilhabe entweder zur Substitution, Verschiebung oder Anpassung dieser freiwilligen Leistungen geführt hat, etwa, dass in einigen Kommunen bestehende Zuschüsse für Musikschulen oder Sozialpässe nach Einführung des BuT gekürzt und diese Beträge seither über das BuT abgerechnet würden. Weitere Infos

03.02.2016: Kunsthochschule Weissensee richtet *foundationClass für Geflüchtete ein
Die weißensee kunsthochschule berlin wird zum Sommersemester 2016 die sogenannte *foundationClass für geflüchtete Menschen einrichten. Das Angebot richtet sich an Geflüchtete, die in ihren Heimatländern entweder ein Kunst- oder Designstudium aufnehmen wollten, schon begonnen hatten oder einen Studienwechsel anstreben. Sie können im Rahmen des Angebotes die Infrastruktur der Hochschule nutzen, sich mit anderen Studierenden gemeinsam institutionelles Wissen aneignen und sich so auf ein Studium vorbereiten. Der über ein bis zwei Semester geplante Kurs soll die Grundlagen für eine Bewerbung an einer deutschen Kunsthochschule vermitteln. Er bietet die Möglichkeit, verloren gegangene Unterlagen, Belege und Materialien zur bisherigen Qualifikation, die bei Eignungsprüfungen vorgelegt werden müssen, zu rekonstruieren. Weitere Infos

03.02.2016: UdK Berlin Career College startet Refugee Class for Professionals in Arts and Design
Das Berlin Career College der Universität der Künste Berlin bietet kostenfrei auf Initiative und Engagement von Prof. Dr. Sabine Fischer ab Februar 2016 die Refugee Class for Professionals in Arts and Design für geflüchtete Künstler/innen, Designer/innen und Kreativschaffende an: eine Plattform zur Vernetzung untereinander und zur Kontaktaufnahme in die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft. Die kostenlose Teilnahme bietet die Möglichkeit, den Kulturbetrieb und die Ökonomie der Kreativarbeit in Deutschland kennenzulernen, um möglichst zeitnah durch Networking auch beruflich in Deutschland anzukommen. Weitere Infos

06.01.2016: Hessen startet Modellprojekt »Kulturkoffer«
Das Modellprojekt startet 2016 in Hessen und richtet sich schwerpunktmäßig an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren, die kostenfreie oder kostengünstige kulturelle Bildungsangebote erhalten sollen. Hessens Kulturakteure können sich dazu mit ihren Projektideen um Fördermittel aus einem eigens für den Kulturkoffer eingestellten Fördertopf bewerben. Ein besonderer Fokus liegt darauf, Kinder und Jugendliche mit erschwertem Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten anzusprechen, erfolgreiche Kooperationsprojekte und Veranstaltungsreihen weiter auszubauen und neue modellhafte Formate einzuführen sowie nachhaltige Angebotsstrukturen im ländlichen Raum zu entwickeln. Das Land Hessen übernimmt jeweils mindestens 70% der Projektkosten, maximal 30% übernehmen die Kooperationspartner oder deren Sponsoren. Insgesamt stehen, nach derzeitiger Planung, für drei Jahre Fördermittel in Höhe von etwa 4,1 Mio Euro zur Verfügung. Weitere Infos

04.01.2016: Lesestart für Flüchtlingskinder
Lesen und Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und das Erleben der deutschen Sprache sind für Flüchtlingsfamilien wichtige Hilfestellungen zur Integration und zur Orientierung in unserem Land. Deshalb hat die Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das dreijährige Programm »Lesestart für Flüchtlingskinder« gestartet. Dabei erhalten Kinder bis fünf Jahre in Erstaufnahmeeinrichtungen ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Buch. Allen Erstaufnahmeeinrichtungen wird darüber hinaus in jedem Projektjahr eine Lese- und Medienbox für die Arbeit mit Kindern bis zwölf Jahren zur Verfügung gestellt. Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein Seminar-Angebot für ehrenamtliche Vorlesepat/innen, Initiativen und andere Freiwillige in Erstaufnahmeeinrichtungen, um die Zusammenarbeit von regionalen Akteuren der Leseförderung mit den Erstaufnahmeeinrichtungen zu unterstützen. Für das Programm stellt das Bundesbildungsministerium in den nächsten drei Jahren 2,2 Millionen Euro bereit. Weitere Infos

04.01.2016: Förderfonds für Flüchtlingskinder erhöht
Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) erhöht seinen Förderfonds für Flüchtlingskinder in Deutschland auf 100.000 Euro. Damit reagiert das DKHW auf den stark gestiegenen Bedarf in diesem Bereich. Durch den Fonds werden zum einen Einzelfallhilfen und zum anderen Projekte gefördert, die Flüchtlingskindern bei der Bewältigung ihres Alltags in Deutschland helfen. Initiativen, Vereine, freie Träger, Privatpersonen oder Projekte der Kinder- und Jugendarbeit haben die Möglichkeit, Anträge zu stellen und bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Eine Antragsfrist gibt es nicht.

17.12.2015: Dokumentation Fachtagung »Illusion Partizipation – Zukunft Partizipation«
Vom 13.-14.11.2015 fand der Fachtag in Berlin statt. Im Zuge der Nachbereitung hat die BKJ auf der Internetseite der Fachtagung eine Dokumentationsseite erstellt, u. a. mit Fotos und weiteren Fachbeiträgen zum Thema Partizipation und Kulturelle Bildung – von der Veranstaltung und darüber hinaus. Die Seite wird weiter ergänzt.

16.12.2015: Neue Rechtsdatenbank für den Non-Profit-Sektor
Mit Hilfe von Volltextsuche können alle einschlägigen Gesetze, Rechtsverordnungen, Verwaltungsanweisungen, Entscheidungen, Aufsätze und Monographien einschließlich der europarechtlichen Rechtsquellen zum gesamten Non-Profit-Recht (Stiftungsrecht, Vereinsrecht, Gesellschafts- und Genossenschaftsrecht, Steuerrecht sowie einschlägige Informationen aus allen anderen Rechtsgebieten wie dem Arbeits-, Datenschutz-, Vergabe- oder Sozialrecht) durchsucht werden. Ziel des Portals ist es, dem Sektor alle maßgebenden rechtlichen Informationen einfach und kostenfrei zur Verfügung zu stellen und damit einen Beitrag zur rascheren Information und effektiveren Tätigkeit des lebendigen und vielfältigen Sektors zu leisten.

11.12.2015: Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur kulturellen Bildung veröffentlicht, die hier eingesehen werden kann.

02.12.2015: Bundesweiter Aktionstag der Initiative »Deutschland macht Musik – spiel mit!« im Juni 2016
Die SOMM – Society Of Music Merchants – Verband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche hat in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Privatmusikschulen (bdpm) und dem Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte (GDM) die Initiative »Deutschland macht Musik – spiel mit!«» ins Leben gerufen. Gefördert werden soll das aktive Musizieren. Am 18. Juni 2016 findet erstmalig ein deutschlandweiter Aktionstag statt. Dieser soll den Erstkontakt zum Musikinstrument erleichtern: Musikfachhandel und Musikschulen vor Ort öffnen an diesem Samstag ihre Türen noch weiter als sonst, beraten EinsteigerInnen und Musikinteressierte und vermitteln Schnupperkurse. Mit dem Aktionstag will die MI-Branche das Bewusstsein für das aktive Musikmachen in der Gesellschaft schärfen und dabei den Musikfachhandel und deren Beratungstätigkeiten in den Fokus rücken.

30.11.2015: Neues Kuratorium am Deutschen Filminstitut in Frankfurt a.M.
Ein neues Kuratorium soll das Deutsche Filminstitut in Frankfurt a. M. zukünftig politisch, gesellschaftlich, kulturell und finanziell unterstützen. Den Ehrenvorsitz von »Filmbildung – Jetzt!« hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Gleich am Gründungsabend kamen 180.000 Euro Fördergelder zusammen. Der Start für das neue Kuratorium »Filmbildung – Jetzt!« scheint also gelungen. Bereits jetzt bietet das Haus zusätzlich zum Museumsbetrieb etliche Filmbildungsprojekten an – rund 100.000 Kinder und Jugendliche erreicht es nach eigenen Angaben jährlich: Darunter etwa durch den MiniFilmclub oder den Filmclub für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Weitere Infos

17.11.2015: Europäisches Observatory-Netzwerk für Kulturelle Bildung in Berlin gegründet
Am 16.11.2015 unterschrieben in einer Gründungszeremonie Einrichtungen aus zehn europäischen Ländern ihren Beitritt zum neu gegründeten »European Network of Observatories in the Field of Arts and Cultural Education« (ENO). Unter den Netzwerk-Partnern finden sich sowohl Universitäten, staatliche Institutionen als auch andere Bildungseinrichtungen bzw. Akademien. Alle Einrichtungen eint, dass sie in der Aus- und Fortbildung oder in der Forschung aktiv sind bzw. Modellprojekte erproben. Die Akademie Remscheid ist als nationales Observatory unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission in das europäische Netzwerk eingebunden.

27.10.2015: netzwerk junge ohren ist Koordinierungsstelle für Aktionswoche »Kultur öffnet Welten«
Die bundesweite Initiative »Kultur öffnet Welten« (vom 21. – 29.05.2016) soll sichtbar machen, wie Kulturschaffende und -institutionen kulturelle Teilhabe ermöglichen. Kulturschaffende, die an einem künstlerischen Projekt, gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern arbeiten oder die Initiative unterstützen möchten, können sich ab November 2015 auf www.kultur-oeffnet-welten.de anmelden. Geplant ist auch die Vergabe eines Sonderpreises an solche Initiativen von Kultureinrichtungen und Künstler/innen, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Integration von Flüchtlingen verdient gemacht haben. Weitere Informationen erfolgen zeitnah.

21.10.2015: Wettbewerb »Kinder zum Olymp!« hat neuen Schwerpunkt
Jedes Jahr schreibt Kinder zum Olymp!, die Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten einen deutschlandweiten Wettbewerb aus, gefördert von der Deutsche Bank Stiftung. Dieses Jahr startet der Wettbewerb mit einem neuen Konzept: Es geht um die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kultur und Schule. Ziel soll es jetzt sein, über ganzheitliche Programme und Modelle langfristig Strukturen für kulturelle Bildung zu schaffen. Deshalb sind nun Kultureinrichtungen und Künstler mit ihren Schulkooperationen genauso wie Schulen mit kulturellem Profil gefragt. Es werden Konzepte gesucht, die modellhafte Strukturen für die Verankerung von kultureller Bildung in Kultur- einrichtungen und Schulen schaffen. Spannende und besonders nachhaltige Ideen, Programme und Profile werden ausgezeichnet. Die Anmeldung erfolgt zwischen 01.11 und 31.12.2015 auf der Website. Die Wettbewerbsbeiträge können bis 01.03.2016 ausschließlich über das Onlineformular eingereicht werden.

08.10.2015: Fördermittel des BAMF für Projekte zur Integration junger MigrantInnen
Für die Förderperiode ab 2016 plant das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wieder Projekte zu fördern, die Eingewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive integrieren. Dabei werden maximal dreijährige Projekte mit einer Fördersumme von bis zu 50.000 Euro jährlich gefördert. Jugendliche Eingewanderte von 12-27 Jahren bilden dabei eine eigens definierte Zielgruppe. Hier werden insbesondere Projekte gefördert, die durch eine »Stärkung des interreligiösen Dialogs die Anerkennungskultur und Toleranz fördern«, sowie solche Projekte, bei denen »junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund die Willkommenskultur für junge Neuzuwanderer verbessern«. Anmeldeschluss ist der 30.10.2015. Weitere Infos

06.10.2015: Förderkriterien des Programms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« können flexibler ausgelegt werden, um junge Flüchtlinge zu erreichen
Um Maßnahmen für junge Flüchtlinge einfacher fördern bzw. anbieten zu können, dürfen die Förderkriterien des Programms in Teilen flexibler angewendet werden. Insbesondere heißt das, dass notwendige zusätzliche Ausgaben, die bislang nicht Gegenstand des bewilligten Finanzierungsplans sind (wie z. B. Übersetzer, zusätzliche Betreuungskräfte und Materialausgaben o.ä.), nach Rücksprache ermöglicht werden können, die Anforderungen der Förderrichtlinie hinsichtlich der Nachhaltigkeit im Einzelfall großzügiger gehandhabt werden können und für nicht-schulpflichtige junge Flüchtlinge Ganztags- bzw. Vormittagsmaßnahmen auch außerhalb der Ferien durchgeführt werden können. Weitere Infos

05.10.2015: Experten benennen Barrieren und Herausforderungen für den Arbeitsmarkt Kultur
Mit einem ersten erfolgreichen Expertentreffen am 1. und 2. Oktober in der Akademie Remscheid hat das bundesweite Netzwerk Kultur und Inklusion einen inhaltlichen Beitrag zum Thema »Arbeitsmarkt« geleistet. Das Netzwerk lud Experten aus den Feldern Politik, Kultur und Inklusion ein, um mit diesen gemeinsam zu diskutieren, wie die Situation von Menschen mit Behinderung im Kontext künstlerischer Produktion nachhaltig verbessert werden kann. Weitere Infos

30.09.2015: Kulturstaatsministerin Monika Grütters kündigt Aktionswoche »Kultur öffnet Welten« für Mai 2016 an
Die aktuellen Kulturpolitischen Miteilungen haben als Schwerpunkt die Flüchtlings- und Migrationsthematik. Neben Beiträgen aus der kulturellen Praxis und kulturwissenschaftlicher Perspektive gibt es auch einen Artikel von Staatsministerin Monika Grütters, in dem sie eine Aktionswoche »Kultur öffnet Welten« für Mai 2016 ankündigt, mit der sie eine stärkere Öffnung der Kulturinstitutionen für Migranten und Flüchtlinge erreichen will. Zur Begründung erklärt Staatsministerin Grütters in dem Artikel: »Der kulturellen Integration kommt wegen der übergreifenden kommunikativen Potenziale eine Schlüsselfunktion bei der gesellschaftlichen Integration zu. Deshalb ist es so wichtig, allen Menschen, die in unserem Land leben, entsprechende Teilhabemöglichkeiten zu verschaffen.«

11.09.2015: Kulturpolitische Gesellschaft: »Kultur schafft Willkommensräume«
Die kulturellen Infrastrukturen, künstlerischen Ansätze und der gesellschaftliche Konsens für die Einbeziehung von Asylsuchenden und Migranten in das kulturelle Leben unseres Landes sind in Deutschland vorhanden. Die Kulturpolitische Gesellschaft ruft Kulturpolitiker aller Ebenen, Kunstinstitutionen und Kulturschaffende auf, diese Potenziale zu entfalten und zu stärken. Die Pressemitteilung im Ganzen.

02.09.2015: Förderinformationen des Auswärtigen Amtes: Austausch mit Nordafrika
Das Auswärtige Amt stellt für den Jugend- und Fachkräfteaustausch mit Nordafrika Fördermittel zur Verfügung. Aufgrund vieler Nachfragen von Trägern, die einen Förderantrag für Projekte mit Nordafrika stellen möchten, hat das Auswärtige Amt eine FAQ-Liste zusammengestellt. 17 der am häufigsten gestellten Fragen und ihre Antworten für die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind darin zu finden. Damit liegt ein praktischer Leitfaden für die Antragstellung vor. Darüber hinausgehende Fragen können per E-Mail direkt mit dem Auswärtigen Amt abgeklärt werden.

01.09.2015: GEMA Interimsvereinbarung verlängert
Die mit der GEMA getroffene Interimsvereinbarung, wonach der bisherige Gesamtvertrag mit Blick auf das Schiedsgerichtsverfahren nur noch bis zum Ende dieses Jahr weiter Geltung behält, wurde auch für das Jahr 2016 verlängert. Konzertveranstalter können an die GEMA auch für ihre im Jahre 2016 durchgeführten Veranstaltungen Vergütungen auf der Grundlage des bisherigen bis Ende 2014 geltenden Tarifs mit dem bisher üblichen Gesamtvertragsnachlass zahlen. Wenn ein gültiger Gesamtvertrags oder eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt, müssen allerdings je nach den darin vereinbarten Vergütungssätzen entweder Rückerstattungen geleistet oder Nachberechnungen vorgenommen werden.

26.08.2015: »Fund-Finder« englischsprachiger Guide zur Finanzierung von Kulturarbeit in Europa
Dieser Fonds-Finder bietet einen detaillierten und leicht lesbaren Überblick über öffentliche und private Finanzierungsmöglichkeiten in Europa: wie kann Kulturarbeit, außer durch das Creative Europe Förderprogramm der EU – das von 2014 bis 2020 über ein Gesamtbudget von 1,46 Milliarden Euro verfügt – finanziell unterstützt werden? Der Online-Leitfaden wurde von IETM, the International network for contemporary arts in Auftrag gegeben und von On the Move, the cultural mobility information network umgesetzt. Zum Finder

05.08.2015: Übersichtseite der bpb zum Thema »Inklusion«
Auf einer Übersichtsseite hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zum Thema »Inklusion« verschiedene Materialien zusammengestellt: sowohl Material für den Unterricht mit Menschen mit besonderem Förderbedarf, als auch Hinweise für Lehrende, die sich über die Hintergründe und Zusammenhänge im Kontext inklusiver Bildungsansätze informieren möchten. Die zentrale Frage dabei lautet: Wie lässt sich die Konzeption eines inklusiven Bildungssystems mit einem Maximum an sozialer Teilhabe und einem Minimum an Diskriminierung in der Praxis umsetzen? Weitere Infos

03.08.2015: Zahlen und Fakten zu »Kultur macht stark«
Für die bundesweite Initiative »Kultur macht stark« hat das zuständige Bundesministerium für Bildung und Forschung wichtige Zahlen und Fakten anschaulich in einem Faktenblatt zusammengefasst: Wer ist die Zielgruppe? Wer sind die Programmpartner, wer die Bündnisse? Und wo in Deutschland finden überall die kulturellen Bildungsprojekte statt?

15.07.2015: Bundesweites Netzwerk Kultur und Inklusion
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert ein bundesweites Dialog- und Fachforum »Netzwerk Kultur und Inklusion«. Es soll bisherige Ansätze zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben reflektieren und erweiterte und gleichberechtigte Möglichkeiten für einen vielfältigen und aktiv-gestaltenden Zugang zur Kulturlandschaft aufzeigen. Die Akademie Remscheid übernimmt die Trägerschaft in Kooperation mit dem Verein InTakt e.V. Das erste Netzwerktreffen findet vom 30.9. – 01.10.2015 in der Akademie Remscheid statt. Schwerpunkt wird das Thema »Künstlerische Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung« sein. Weitere Infos

02.07.2015: Stärkung der Kulturellen Bildung im ländlichen Raum
Die Große Koalition fordert die Förderung der Kultur und der Kulturellen Bildung im ländlichen Raum. In einem gemeinsamen Antrag rufen CDU/CSU und SPD die Bundesregierung dazu auf, besonders Regionen und Kommunen verstärkt zu unterstützen, die vom demographischen Wandel betroffen sind. Konkret soll die Regierung ein Pilotprojekt zu den Herausforderungen des demographischen Wandels für die Kulturelle Bildung konzipieren und finanziell zu unterstützen. Zum Antrag »Zukunftsweisende Kulturpolitik im demografischen Wandel – Stärkung der Kultur im ländlichen Raum« von CDU/CSU und SPD

30.06.2015: SPD-Bundestagsfraktion: Verbesserungen für Freiwilligendienste
In dieser Legislaturperiode will die SPD-Bundestagsfraktion bei den Jugendfreiwilligendiensten und beim Bundesfreiwilligendienst (BFD) nachjustieren. Besonders will sie sich dafür einsetzen, dass die Arbeitsmarktneutralität weiter gewahrt, das Subsidiaritätsprinzip im BFD gestärkt und die Anerkennungskultur für Freiwilligendienstleistende verbessert wird. Weitere Infos

30.06.2015: »Willkommen bei Freunden«
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das Bundesprogramm »Willkommen bei Freunden« ins Leben gerufen – mit dem Ziel, Kommunen bei der Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu unterstützen. Ab Juli 2015 helfen sechs regionale Servicebüros der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung – u.a. auch in Hamburg – Städten und Landkreisen dabei, junge Flüchtlinge in Kita und Schule willkommen zu heißen und beim Übergang ins Berufsleben zu begleiten. Sie bieten nicht nur Beratungen und Qualifizierungen für MitarbeiterInnen kommunaler Einrichtungen an, sondern unterstützen auch bei der Etablierung lokaler Bündnisse aus Behörden, Vereinen sowie Bildungs- und Flüchtlingseinrichtungen vor Ort. Weitere Infos

15.06.2015: BKJ-Positionen zu TTIP
Anlässlich der aktuellen TTIP, CETA & Co – Verhandlungen hat die BKJ ihre Positionen unter dem Titel »Kultur und Bildung brauchen kein TTIP! Gefahr für Teilhabegerechtigkeit und Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche« veröffentlicht. Der Verband warnt darin vor den Folgen einer zunehmenden Ökonomisierung von Kultur und Bildung für Kinder und Jugendliche. Zum Download

04.06.2015: Rat für Kulturelle Bildung fordert Umsetzung des Koalitionsvertrages
Mit Blick auf die schleppende Umsetzung der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vom November 2013 angekündigten Stärkung der Kulturellen Bildung, veröffentlichte der Rat für Kulturelle Bildung Ende Mai 2015 seine Position. Darin fordert das unabhängige Beratungsgremium die Bundesregierung auf, Teilhabe an Kultureller Bildung zu ermöglichen. Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Stiftung Mercator, ALTANA Kulturstiftung, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, PwC-Stiftung und der Siemens Stiftung. Zur Pressemitteilung

04.06.2015: Akademie Remscheid am Aufbau eines Europäischen Netzwerkes beteiligt
Zusammen mit dem UNESCO-Chair in Arts and Culture in Education der Universität Erlangen-Nürnberg unterstützt die Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung die Gründung eines Europäischen Netzwerks »Observatories for Arts and Culture Education« (ENO) unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO Kommission. Ziel des europäischen Netzwerks ist es, den Austausch sowie gemeinsame Forschungsaktivitäten im Feld der Kulturellen Bildung anzuregen und auszubauen, so beispielsweise ein Monitoring für die nationalen kulturellen Bildungssysteme in Europa zu entwickeln. Aktuell planen Einrichtungen aus acht europäischen Ländern, dem Netzwerk beizutreten. Darunter finden sich sowohl Universitäten, staatliche Institutionen als auch andere Bildungseinrichtungen bzw. Akademien.

03.06.2015: Umfrage »Herausforderungen und Probleme gemeinnütziger Organisationen«
Nonprofit-Organisationen können an einer Umfrage im Rahmen des europäisch-vergleichenden Forschungsprojekts »Third Sector Impact« teilnehmen, dass den Anteil gemeinnütziger Organisationen am Gemeinwohl messen möchte. Der Fragebogen ist in zwei Teile aufgeteilt, wobei sich der erste Teil konkret auf die Organisation bezieht und darauf abzielt, zu identifizieren, mit welchen Problemen und Herausforderungen die Organisation konfrontiert ist. Der zweite Teil erfasst anschließend verschiedene allgemeine Entwicklungstrends innerhalb des gesamten Dritten Sektors. Zur Umfrage