FAQs Allgemein

Allgemeines

Welche Projekte werden gefördert?

  • Vorhaben mit einer maximalen Förderlaufzeit von 12 Monaten, die Schulen mit einem oder mehreren kooperierenden Kulturpartnern (egal welcher Rechtsform) durchführen und von denen ein neuer Impuls für eine dauerhafte Entwicklung in Eigenverantwortung der Schule ausgeht.
  • Die Vorhaben können in allen künstlerischen Sparten, allen Formaten und für alle Klassenstufen konzipiert sein. Sie können innerhalb und außerhalb des Unterrichts stattfinden, auch in den Ferien.

Wer kann den Antrag stellen?

  • Kultureinrichtungen und Kulturschaffende, die gemeinsam mit Hamburger Schulen Kulturprojekte durchführen wollen; ebenso Schulvereine o.ä. von Hamburger Schulen sowie Hamburger Schulen in freier Trägerschaft, die gemeinsam mit Kultureinrichtungen oder Kulturschaffenden Kulturprojekte durchführen wollen. Im Antrag muss bestätigt werden, dass der Kooperationspartner der Antragsstellung zugestimmt hat und eine*n Ansprechpartner*in angegeben werden. Die antragsstellende Einrichtung darf nicht Teil der Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg sein. Öffentliche Schulen und Kultureinrichtungen, auf die dies zutrifft, sind daher als Hauptantragssteller ausgeschlossen, als Kooperationspartner aber selbstverständlich zugelassen.
  • Eine Kooperation muss für einen Antrag beim Projektfonds in jedem Fall auch eine Schule beinhalten. Möchte ein GBS-Träger einen Antrag stellen, so kann er das tun, wenn zusätzlich eine Schule involviert ist. Eine reine Kooperation von GBS-Träger und Kulturpartner ist im Rahmen dieses Fonds nicht möglich, da die zuständige Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sich nicht am Projektfonds beteiligt.

Was sind die Aufgaben des/der Hauptantragsteller*in

  • Er*sie ist der Zuwendungsempfänger*in und verantwortlich für die Verteilung und Abrechnung der Mittel gegenüber dem Projektfonds.

Wie erfolgt die Antragsstellung?

  • Die Antragsstellung erfolgt zweimal jährlich zu den ausgeschriebenen Fristen ausschließlich mit entsprechendem Formular im Online-Antrag inklusive formloser Projektskizze als Word-Datei oder PDF und vollständig ausgefülltem Finanzplan. Siehe die FAQs Antrag.

Ist es möglich, mehrere Anträge zu stellen?

  • Ja, aber es wird in der Regel nur ein Projekt pro Ausschreibung gefördert.

Darf das Projekt im Rahmen eines anderen, übergeordneten Förderprogramms oder Projektes stattfinden (TUSCH, Kulturagenten o.ä.)?

  • Ja, die Projekte dürfen im Rahmen anderer Förderprogramme stattfinden. Allerdings darf die Förderung durch den Projektfonds nicht für die dort erforderlichen Eigenmittel eingesetzt werden.

Die Finanzen

Wie hoch sind die Fördersummen?

  • Im Jahr 2019 werden pro Ausschreibung 250.000 Euro vergeben. Die Fördersummen betragen mindestens 1.000 bis maximal 15.000 Euro.
  • In Einzelfällen kann eine Förderung in Höhe von bis zu 45.000 Euro für eine Laufzeit von maximal drei Jahren beantragt werden.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Förderung über drei Jahre erfüllt werden?

  • Die dafür in Betracht kommenden Projekte sollen strukturbildend, modellhaft und öffentlichkeitswirksam sein.

Welche Projekte sind von einer Förderung ausgeschlossen?

  • Projekte, die Schulen und/oder Kulturinstitutionen im Rahmen ihrer Regelaufgaben vollständig erfüllen können
  • Projekte, die in der beantragten Form bereits bestehen
  • Projekte in bestehenden Förderprogrammen, bei denen die beantragte Förderung zur Erbringung der im Programm erforderlichen Eigenmittel der Schule verwendet werden sollen
  • Gewinnorientierte Projekte

Welche Ausgaben können gefördert werden?

  • Gefördert werden nur Ausgaben, die für die Umsetzung des Projekts notwendig sind. Dazu zählen Honorare für pädagogische oder künstlerische Fachkräfte, Arbeits- und Verbrauchsmaterialien, Organisations- und Verwaltungsausgaben, Druck- und Werbemaßnahmen, Dokumentation, Telefongebühren (nur per Einzelnachweis), Porto, Transport- und Reisekosten, Verpflegungskosten für Teilnehmende, Miet- und Leihgebühren. Bitte beachten Sie die Hinweise und Orientierungswerte im Finanzplan.

Welche Ausgaben werden nicht gefördert?

  • Nicht zuwendungsfähig sind Kosten und Ausgaben, die unabhängig vom Projekt anfallen, wie allgemeine Betriebs- und Personalkosten (Stammpersonal) sowie nicht genutzte Skontoabzüge, Flaschenpfand, Repräsentationskosten (z.B. alkoholische Getränke, Arbeitsessen), Baumaßnahmen etc.

Sind Drittmittel erforderlich?

  • Nein, aber abhängig von der beantragten Fördersumme möglicherweise hilfreich. Drittmittel müssen im Finanzplan aufgeführt werden, mit dem Vermerk, ob sie beantragt (ba) oder bereits bewilligt (bw) sind.

Ist ein Eigenanteil zur Finanzierung erforderlich?

  • Ja. Dieser darf auch in Form von eindeutig bezifferten Personalstunden oder anderen Eigenleistungen erbracht werden. Zu Eigenleistungen gehören Arbeitskraft bzw. Personal, Infrastruktur (z.B. Veranstaltungsräume) oder Sachmittel (z.B. Geräte).

Können beim Projektfonds beantragte Mittel als Eigenmittel für ein anderes Förderprogramm/ anderes gefördertes Projekt eingebracht werden?

  • Nein, das ist nicht möglich.

Wann wird die Förderung ausgezahlt?

  • Die Fördersumme wird nach Anforderung auf das in der Mittelanforderung angegebene Konto des Hauptantragstellers überwiesen, mit der Maßgabe, sie für das gemeinsame Projekt zu nutzen.

Die Kooperation

Was sind die Kriterien für eine Kooperation?

  • Die Schulen und Kulturpartner sollten die Projekte gemeinsam entwickeln und durchführen. Idealerweise sollten die Kooperationspartner*innen sich sowohl inhaltlich als auch finanziell einbringen. Tipps für gelingende Kooperationen finden sie hier.

Muss der/die Kooperationspartner*in eine bestimmte Rechtsform haben?

  • Nein. Die Kooperationspartner der Schulen können sowohl Kultureinrichtungen als auch freiberufliche Kulturschaffende sein.

Ist ein Kooperationsvertrag erforderlich?

  • Für die Antragstellung bim Projektfonds ist kein schriftlicher Kooperationsvertrag erforderlich. Dieser kann aber für die erfolgreiche Durchführung einer Kooperation sehr hilfreich sein.

Darf man auch mit mehreren Kulturpartner*innen zusammenarbeiten?

  • Ja.

Darf man auch mit mehreren Schulen zusammenarbeiten?

  • Ja.

Die Auswahl

Wer entscheidet, welche Projekte gefördert werden?

  • Eine Jury, die in der Regel innerhalb von ca. vier Wochen nach Antragsfrist eine Entscheidung trifft und sich wie folgt zusammensetzt:
    ­ ein*e Vertreter*in der Behörde für Schule und Berufsbildung,
    ­ ein*e Vertreter*in der Behörde für Kultur und Medien,
    ­ ein*e Vertreter*in der finanzierenden Stiftungen,
    ­ ein*e durch die LAG Kinder- und Jugendkultur e.V. benannte*r Kulturschaffende*r,
    ­ ein*e Fachkraft für kulturelle Bildung in interkulturellen Kontexten

Nach welchen Kriterien beurteilt die Jury die eingegangenen Anträge?

  • Die Jury legt ihrer Entscheidung folgende Leitfragen zugrunde:
    - Welchen Impuls erhofft sich die Schule langfristig vom Projekt?
    - Worin besteht die künstlerische Qualität des Projekts?
    - Worin besteht die besondere inhaltliche Qualität des Projekts?
    - Ist das Projekt geeignet, den Inklusionsgedanken zu befördern? Wenn ja, in welcher Form?
    - Ist das Projekt mit dem Regelunterricht verzahnt? Wenn ja, in welcher Form?
    - Welche Erfahrungen gibt es bei den Beteiligten bereits mit kulturellen Projekten an Schulen?

Muss mein Projekt all diese Bewertungskriterien erfüllen?

  • Es müssen nicht alle Bewertungskriterien erfüllt sein, aber im Antrag alle Fragen dazu beantwortet werden. Je mehr Kriterien das Vorhaben erfüllt, desto höher sind die Chancen auf Förderung.

Was ist unter langfristigen Impulsen zu verstehen?

  • Das Projekt sollte in der Schule einen »bleibenden Eindruck« hinterlassen und langfristig Impulse dazu liefern, der Kulturellen Bildung in der Schule einen größeren Stellenwert einzuräumen und die Weichen dafür zu stellen.

Was ist unter »Inklusionsgedanke« zu verstehen?

  • Im Rahmen dieser Ausschreibung haben wir einen sehr weiten Inklusionsbegriff und verstehen Inklusion als Handlungsziel, dass diskriminierungskritisch die Teilhabe ALLER ermöglicht. Wie der Inklusionsbegriff von uns im Rahmen dieses Projektfonds verstanden wird, finden wir gut widergespiegelt in diesem Artikel. Entscheidende Textpassagen sind darin für uns »Inklusion heißt, dass jeder Mensch willkommen ist« und »willkommen sein [heißt] mehr als dabei sein«.

Muss das Projekt den Regelunterricht mit den außerunterrichtlichen Angeboten verzahnen?

  • Das ist keine Bedingung, es werden aber Vorhaben bevorzugt, bei denen zeitliche und/oder inhaltliche Verschränkungen zwischen Regelunterricht und außenunterrichtlichen Aktivitäten angedacht sind (z.B. greifen die Fachlehrer*innen im Regelunterricht den Impuls des Tanzprojekts auf).

Ist es ein Ausschlusskriterium, wenn die Schule keine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kulturpartnern hat?

  • Nein, das ist kein Ausschlusskriterium. Der Projektfonds will ausdrücklich Kooperationen zwischen Schulen und Kulturpartner*innen befördern. Erfahrungen mit Kooperationen sind allerdings von Vorteil für die Umsetzung.

Ist es ein Ausschlusskriterium, wenn der/die Kulturpartner*in keine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Schulen hat?

  • Nein, das ist kein Ausschlusskriterium. Der Projektfonds will ausdrücklich Kooperationen zwischen Schulen und Kulturpartner*innen befördern. Erfahrungen mit Kooperationen sind allerdings für die Umsetzung von Vorteil.

Sind die Chancen für eine Förderung höher, wenn möglichst hohe Summen beantragt werden?

  • Nein. Bitte beantragen Sie die Summe, die Sie für die Umsetzung des Projekts benötigen. Die Auswahl der Projekte erfolgt auf Basis des Konzepts und des Antrags nach den Kriterien der Jury.

Werden die Fondsmittel gleichmäßig auf die Sparten verteilt?

  • Die Auswahl der Projekte erfolgt auf Basis des Konzepts und des Antrags nach den Kriterien der Jury. Es erfolgt keine Vergabe nach bestimmten Quoten. Die Jury wird sich aber entsprechend der Antragslage um Vielfalt bemühen.

Der Ablauf

Welchen Weg nimmt mein Antrag?

  • Die Anträge werden von der LAG Kinder- und Jugendkultur angenommen und nach der Antragsfrist der Jury zur Beurteilung und Entscheidung vorgelegt.

Wie und wann erfahre ich, ob mein Projekt gefördert wird?

  • Der Bescheid wird im Anschluss an die Jury-Entscheidung per E-Mail an den*die Hauptantragsteller*in verschickt, d.h. ca. fünf Wochen nach Antragsfrist.

Wann können die geförderten Projekte starten?

  • Geförderte Projekte können direkt nach Ergehen des Förderbescheids begonnen werden und müssen in der Regel innerhalb eines Jahres nach der Förderzusage inklusive Abrechnung abgeschlossen sein. Ausgenommen sind Projekte, die eine Laufzeit über mehrere Fristen bewilligt bekommen haben. Diese müssen inklusive Abrechnung innerhalb von maximal 12 Monaten nach der letzten Antragsfrist abgeschlossen sein.

Was ist während der Durchführung des Projekts zu beachten?

  • Für alle Ausgaben gelten die Grundsätze der Landeshaushaltsordnung (LHO FHH). Darüber hinaus gehende Bestimmungen, welche Projektmittel beantragt und gefördert werden können, finden Sie bei den Hinweisen zum Finanzplan sowie in der Förderrichtlinie.
  • Grundlegende Änderungen im Projekt wie der Wechsel von Kooperationspartnern, grundlegende Änderungen am Konzept oder erhebliche Verschiebungen im Finanzplan (Abweichungen von mehr als 25%) müssen der LAG Kinder- und Jugendkultur schriftlich per E-Mail mitgeteilt werden und bedürfen der Zustimmung. Eine Rückmeldung auf den Änderungswunsch erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Wochen.
  • Der Kulturpartner muss das Vorhaben im Netzwerk Kulturelle Bildung als Projekt anlegen und mit dem Profil der Schule verknüpfen. Er muss dort rechtzeitig (mind. 14 Tage vorher) die verpflichtende Projektpräsentation als Termin veröffentlichen.

Was ist nach Abschluss des Projekts zu beachten?

  • Das Projekt muss im Anschluss im Netzwerk Kulturelle Bildung angemessen dokumentiert werden. Dazu sind ggf. während der Projektlaufzeit dokumentierende Tätigkeiten erforderlich (Foto/Film, Notizen).
  • Innerhalb von 12 Monaten nach Projektende muss ein abschließender Finanzbericht an die LAG Kinder- und Jugendkultur geschickt werden. Siehe dazu FAQs Finanzen.

Kann eine Folgeförderung beantragt werden?

  • Für Einzelprojekte kann einmalig ein Folgeförderantrag gestellt werden. Dazu muss das vorher geförderte Vorhaben wie geplant umgesetzt worden sein. Es bedarf eines erneuten Jurybeschlusses. Einmal bewilligte und nicht ausgegebene Gelder müssen nach Abschluss des Projekts zurückfließen, auch wenn eine Folgeförderung beantragt wird.
  • Wird eine Förderung über mehrere Ausschreibungsfristen (max. drei) beabsichtigt, muss dieses bei der ersten Antragstellung angegeben werden.

Kann der Antrag bei Ablehnung erneut gestellt werden?

  • Ja, abgelehnte Anträge können zur nächsten Antragsfrist erneut eingereicht werden. Es empfiehlt sich eine vorherige Rücksprache mit der LAG Kinder- und Jugendkultur.