FAQs Finanzen

Was muss und kann kalkuliert werden?

Welche Ausgaben können gefördert werden?

  • Gefördert werden nur Ausgaben, die für die Umsetzung des Projekts notwendig sind. Dazu zählen Honorare für pädagogische oder künstlerische Fachkräfte, Arbeits- und Verbrauchsmaterialien, Organisations- und Verwaltungsausgaben, Druck- und Werbemaßnahmen, Dokumentation, Telefongebühren (nur per Einzelnachweis), Porto, Transport- und Reisekosten, Verpflegungskosten für Teilnehmende, Miet- und Leihgebühren.
  • Die Ausgaben werden entsprechend des eingereichten Kostenplans und im Einklang mit den Vorgaben der Landeshaushaltsordnung (LHO FHH)gefördert. Sie müssen in Form von tatsächlichem Zahlungsverkehr entstanden sein. Siehe auch Hinweise für den Kostenplan sowie Förderrichtlinie.

Werden Anschaffungen gefördert?

  • Anschaffungen über 410 Euro netto, die für die Durchführung des Projekts notwendig sind, müssen im Finanzplan entsprechend ausgewiesen und im Antrag begründet werden.

Welche Ausgaben werden nicht gefördert?

  • Nicht zuwendungsfähig sind Kosten und Ausgaben, die unabhängig vom Projekt anfallen, wie laufende Betriebs- und Personalkosten (Stammpersonal) sowie nicht genutzte Skontoabzüge, Flaschenpfand, Repräsentationskosten (z.B. alkoholische Getränke, Arbeitsessen), Baumaßnahmen etc.

Fallen Abgaben für die KSK (Künstlersozialkasse) an und wer zahlt diese?

  • In der Regel fallen bei der Zusammenarbeit mit Kreativschaffenden KSK-Kosten an. Für welche Berufe und Tätigkeiten dies zutrifft, finden Sie hier. Dazu Die Behörde für Schule und Berufsbildung fragt jährlich bei allen öffentlichen Schulen ab, welche KSK-pflichtigen Leistungen diese in Anspruch genommen haben. Sie übernimmt dann zentral die Meldepflicht der Schulen und zahlt die entsprechenden Abgaben. Denken Sie daher bitte daran, die betreffenden Leistungen aus dem beantragten Projekt bei dieser Abfrage anzugeben – und kalkulieren Sie im Projektantrag keine entsprechenden Kosten ein.

Fallen GEMA-Kosten an?

  • Laut Rahmenvertrag, ausgehandelt zwischen der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und der GEMA, fallen GEMA-Kosten erst an, wenn Eintrittsgelder oder ein sonstiger Unkostenbeitrag (einschließlich Spenden) von mehr als 2,56 Euro erhoben werden. Wenden Sie sich im Zweifelsfall bitte direkt an die GEMA.

Wie werden Honorare für Fachkräfte kalkuliert?

  • Es gibt keine festgeschriebenen Honorarsätze, empfohlen werden jedoch ca. 40-60 Euro pro Stunde und generell eine angemessene Vergütung von Leistungen.

Wird die Vor- und Nachbereitung der Honorarkräfte gefördert?

  • In der Regel ist das in einem angemessenen Umfang möglich.

Begriffsklärungen

Woher weiß ich, ob ich umsatzsteuerpflichtig bin?

  • Wenden Sie sich dazu bitte im Zweifelsfall an das für Sie zuständige Finanzamt.

Was ist der Unterscheid zwischen Eigenmitteln und Eigenleistungen?

  • Eigenmittel sind tatsächliche Geldmittel, die dem Antragsteller und/oder dem Kulturpartner zur Verfügung stehen. Dagegen sind Eigenleistungen vom Antragsteller oder dem Partner erbrachte Leistungen, die im Finanzantrag aufgeführt werden müssen. Das sind z.B. ehrenamtliche Arbeit, Räumlichkeiten, Instrumente, Technik, Fahrzeuge o.ä., Sachspenden (vom Kooperationspartner oder von Sponsoren).

Was bedeutet »Teilfinanzierung«?

  • Bei der Teilfinanzierung deckt die Zuwendung nur einen Teil der Ausgaben. Die Finanzierung für den übrigen Teil muss vom Zuwendungsempfänger selbst oder von dritter Seite aufgebracht werden. Für ein vom Projektfonds gefördertes Vorhaben müssen Eigenmittel oder Eigenleistungen erbracht werden, insofern handelt es sich um eine Teilfinanzierung.

Was bedeutet »Festbetragsfinanzierung«?

  • Zur Projektförderung wird ein fester Betrag ausgezahlt. Über diesen Betrag kann der Zuwendungsempfänger auch bei Einsparungen und höheren Einnahmen gemäß seinen Ausgaben in voller Höhe verfügen, es sei denn seine Gesamtausgaben lägen unter dem Zuwendungsbetrag.

Was bedeutet »Zuschuss«?

  • Die Förderung durch den Projektfonds erfolgt als »Zuschuss«, d.h. als Betrag, der zur Verfügung gestellt wird, um die Finanzierung eines Projektes zu unterstützen.

Auszahlung und Verwendung der Mittel


Wann und wie werden die Mittel abgerufen?
  • Bei einer Förderung bis 12 Monate werden die Mittel durch die*den Hauptantragsteller*in einmalig per Mittelabruf abgerufen. Das entsprechende Formular erhalten Sie mit dem Förderbescheid. Die Mittel werden auf das im Mittelabruf angegebene Konto überwiesen mit der Maßgabe, sie für das gemeinsame Projekt zu nutzen. Ein Mittelabruf für Projekte, die im Frühjahr bewilligt werden, muss spätestens bis 01.12. erfolgen. Ein Mittelabruf für Projekte, die im Herbst bewilligt werden, muss spätestens bis 01.06. erfolgen.

Wann wird die Förderung ausgezahlt?

  • Nach dem Erhalt des Förderbescheids ruft der Hauptantragssteller bei der LAG Kinder- und Jugendkultur die Fördersumme ab. Die Anweisung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Werktage nach dem Eingang des Mittelabrufs.

Kann ich bei einer Förderung über mehrere Fristen den Betrag einmal jährlich bzw. gleich komplett ausgezahlt bekommen?

  • Nein, die Auszahlung der Fördermittel erfolgt bei einer dreijährigen Förderung halbjährlich nach einem Mittelabruf durch den Hauptantragsteller.

Muss die bewilligte Fördersumme in einem bestimmten Zeitraum ausgegeben werden?

  • Ja, die bewilligte Förderung muss innerhalb des im Förderbescheid genannten Bewilligungszeitraums und entsprechend des vorgelegten Kostenplans ausgegeben werden. Nicht ausgegebene Mittel fließen nach der Abrechnung in den Projektfonds zurück.

Verwendungsnachweis

Wann muss die Abrechnung erfolgen?

  • Innerhalb von 12 Monaten nach Projektende (bei Bewilligung von einjährigen Projekten) muss ein abschließender Finanzbericht an die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur e.V. geschickt werden.

Welche Nachweise müssen von den geförderten Projekten erbracht werden?

  • Der Verwendungsnachweis besteht aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis, sowie den ggf. im Zuwendungsbescheid genannten Unterlagen. Die Nachweisführung erfolgt über Beleglisten. Die Beleglisten und Belege müssen entsprechend der gesetzlichen Vorschriften sechs Jahre aufbewahrt werden und auf Verlangen einsehbar sein.

Wie sieht der zahlenmäßige Nachweis aus?

  • Dieser muss formal dem Finanzformular der Antragstellung entsprechen, damit die Planung und das Ergebnis gut verglichen werden können. Bitte verwenden Sie dafür die Datei den von Ihnen gestellten Finanzplan. Im zahlenmäßigen Nachweis sind alle mit dem Projekt zusammenhängenden Einnahmen, eigene Mittel und Ausgaben entsprechend der Gliederung des beim Antrag eingereichten Kostenplans summarisch nachzuweisen. Auf Anforderung sind die Originalbelege vorzulegen.

Wie sieht der Sachbericht aus?

  • Der Sachbericht erfolgt durch die Dokumentation des Projekts im Netzwerk Kulturelle Bildung. Diese muss widerspiegeln, wie die im Projektantrag formulierten Ziele erfüllt wurden (SOLL/IST-Vergleich), ggf. erfolgte Abweichungen vom geplanten Projektablauf bzw. maßgebliche Veränderungen müssen dargestellt und begründet werden.