Informationen

»Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung«

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2013 mit dem Programm »Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung« Projekte Kultureller Bildung, die von lokalen Bündnissen vor Ort geplant und durchgeführt werden. Umgesetzt wurde das Förderprogramm in einer ersten Förderrunde (2013-2017) gemeinsam mit 32 bundesweiten Verbänden und Initiativen.

Das Programm geht seit Januar 2018 aufgestockt und mit 30 Projektskizzen von Verbänden und Initiativen in eine zweite Runde (2018-2022). Ab sofort können sich lokale Akteure um Fördermittel bewerben. Die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung wird gefördert – von der Alltagskultur über die Digitalen Medien, die Literatur und die Musik bis hin zum Theater und Zirkus. Auch die Angebotsformate sind vielfältig: Schnuppertage, Wochen- und Halbjahreskurse, Ferienfreizeiten oder Workshops – fast alles ist möglich. Die Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren und ermöglichen ihnen bessere Bildungschancen und kulturelle Teilhabe. Auch ab 2018 gilt: Zielgruppe der Bildungsangebote sind 3- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche, die in Verhältnissen leben, die den Zugang zur Bildung erschweren. Die Angebote sind außerschulisch und werden von Bündnissen mit mindestens drei lokalen Partnern durchgeführt.

Förderung

Das Programm wird von 30 Programmpartnern, bundesweit tätigen Förderern und Initiativen, umgesetzt. Förderer leiten auf Antrag Fördermittel an lokale Akteure für die Durchführung von Projekten weiter. Initiativen sind immer Teil der Bündnisse für Bildung und führen die lokalen Projekte selbst durch. Die Programmpartner verfügen über Erfahrung und umfangreiches Wissen in kultureller Bildung sowie Kinder- und Jugendarbeit – damit sichern sie die Qualität der Angebote.

Neben den Förderern nehmen auch länderübergreifende Initiativen am Programm teil. Sie leiten allerdings keine Mittel weiter, sondern bilden selbst lokale Bündnisse für Bildung. Eine Bewerbung um Fördermittel ist daher bei Initiativen nicht möglich, wohl aber eine Kooperation mit ihnen als Bündnispartner.

Förderbedingungen

Für alle Verbands- und Initiativenkonzepte gelten folgende grundsätzlichen Bedingungen, welche durch die jeweiligen Profile der Verbände und Initiativen konkretisiert werden:

  • Die Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren.
  • Die Projekte richten sich vornehmlich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche.
  • Die Projekte werden auf lokaler Ebene in Bündnissen mit mindestens drei Akteuren durchgeführt.
  • Die Projekte werden im außerunterrichtlichen Bereich durchgeführt; Schulen und auch Kitas können jedoch Kooperationspartner sein. Förderfähige Angebote kultureller Bildung müssen vom Schulunterricht praktisch handhabbar abgegrenzt werden. Ebenso können Angebote in enger Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten stattfinden. Das reguläre Betreuungsangebot dieser Einrichtungen darf davon nicht beeinflusst werden und die Projekte daher klar abgegrenzt sein.
  • Förderfähig sind Sach- und Honorarkosten, daher wird kein hauptamtliches Personal auf lokaler Ebene finanziert – die Einbeziehung von freiwilligem Engagement ist ausdrücklich erwünscht.
  • Zu förderungswürdigen Projekten auf lokaler Ebene können beispielsweise gehören: Kurse, Seminare und Veranstaltungen (einmalig oder regelmäßig), Kinder- und Jugendfreizeiten, Ferienakademien (mehrtägig), Patenschafts- und Mentorenprogramme.

Lokale Bündnisse können über das Kumasta-Antragssystem Anträge stellen zur Förderung von Bildungsangeboten, die 2018 stattfinden sollen. Um die Bündnisse zu entlasten, wurde das Förderverfahren vereinfacht und beschleunigt. Die Details zur Antragsstellung und Förderung finden Sie in den jeweiligen Konzepten der Programmpartner.

Neuerungen in der 2. Förderphase

Prinzipiell wurden mit Beginn der zweiten Förderphase folgende Vereinfachungen ermöglicht:

Vereinfachte Planung

  • bedarfsgerechte Formate: standardisiert, wo möglich – flexibel, wo nötig
  • verbesserte Unterstützungsangebote

Vereinfachte Antragstellung

  • Kumasta (neugestaltetes, schlankeres Antragsystem): intuitiv und nutzerfreundlich
  • vereinfachte Kalkulation durch mehr und höhere Pauschalen, z. B. für Verpflegung oder für Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche

Vereinfachte Abrechnung

  • als Nachweis für Pauschalen genügen Teilnahmelisten
  • erhöhte Honorare umfassen z. B. Fahrtkosten, KSK etc.

Die Vereinfachungen werden jedoch von den Programmpartnern in unterschiedlicher Ausprägung umgesetzt. D.h. sie gelten nicht alle in gleichem Maße für jedes Förderangebot.

Beratung

Die Hamburger Servicestelle »Kultur macht stark« ist eine erste Anlaufstelle für Sie und berät Sie gerne zu allen Fragen rund um das Programm. Auch die Programmpartner beraten direkt zu Ihren konkreten Förderprogrammen. Hier auf unserer Website finden Sie unter »Ausschreibungen« aktuelle Antragsfristen und weitere Informationen.