Glossar

Ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit haben wir hier einige in unserem Themenfeld in Hamburg wichtige Begriffe und Abkürzungen zusammengestellt. Wenn Sie etwas vermissen oder Fehler entdecken, melden Sie das gerne an info@kinderundjugendkultur.info.

Bildungsempfehlungen = Bildungsempfehlungen für Hamburger Kitas
Von der → BASFI erstmals 2005 herausgegeben, 2012 überarbeitete Neuauflage. Orientierungsrahmen für die Bildung und Erziehung in Kitas, bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Kulturellen Bildung. Bildungsempfehlungen

BASFI = Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Zuständig u.a. für die → OKJA, Kitas, → GBS zur BASFI

BKM = Behörde für Kultur und Medien
Fachliche Begleitung und finanzielle Unterstützung der Kinder- und Jugendkultur und zahlreicher Projekte der Kulturellen Bildung. Federführende Behörde beim → Rahmenkonzept. Lädt ein zum → Koordinierungskreis und gemeinsam mit → BSB zum → Initiativkreis zur BKM

BSB = Behörde für Schule und Berufsbildung
Zuständig für die künstlerischen Schulfächer und die zweite Phase der Lehrerbildung. Fachliche Begleitung und finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte der Kulturellen Bildung mit Schulen. Lädt gemeinsam mit der → BKM ein zum → Initiativkreis zur BSB

GBS = Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen
Kooperatives Ganztagsmodell von Schule und Jugendhilfeträger: Unterricht von 8 bis 13 Uhr, davor und danach Betreuungsangebote durch einen Jugendhilfeträger. Schule und Träger sollen sich gemeinsam auf ein pädagogisches Konzept verständigen und zusammen wirken.

GTS = Ganztagsschule
Ganztagsmodell, bei dem der gesamte Tag in der Verantwortung der Schulen liegt (im Gegensatz zu → GBS). Verschiedene Ganztagsformen möglich: Gebunden (an allen Tagen für alle Schüler*innen verpflichtend), Teilgebunden (an einigen Tagen für alle Schüler*innen verpflichtend) oder Offen (Teilnahme an allen Tagen freiwillig)

IfBQ = Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung
Dienstleistungszentrum der → BSB, das wissenschaftliche Dienstleistungen für die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung selbstverantworteter Schulen erbringt und auf der Grundlage empirischer und statistischer Verfahren einen Beitrag zur kontinuierlichen Beobachtung der Entwicklung der Schulen und des Schulwesens leistet. Zum IfBQ

Initiativkreis = Initiativkreis Kulturelle Bildung
Vernetzungstreffen der → BKM, der → BSB, der Hamburger Stiftungen und der LAG Kinder- und Jugendkultur zu Themen der Kulturellen Bildung. Tagt zweimal jährlich auf Einladung der Behörden.

JEKI = Jedem Kind ein Instrument
JeKi ist an 61 Hamburger Grundschulen Teil des Musikunterrichts. Kinder lernen Musikinstrumente kennen und wählen dann, welches Instrument sie lernen möchten. Im dritten und vierten Schuljahr erhalten sie Instrumentalunterricht. Finanziert aus dem Landeshaushalt. Mehr

KMK-Empfehlungen = Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung
2007 erstmals beschlossenen, Neufassung 2013, die die Themen Ganztag, Kulturorte als Lernorte, Inklusion, Interkulturalität und Partizipation/Teilhabe, Fortbildung und Verankerung der kulturellen Bildung als Querschnittsthema im Schulcurriculum stärker berücksichtigt. Auch der Aspekt des Zusammenwirkens von Schulen, Kultureinrichtungen und außerschulischer Kinder- und Jugendbildung wurde deutlicher hervorgehoben. Zu den Empfehlungen

Koordinierungskreis = Koordinierungskreis Kinder- und Jugendkultur
Vernetzungstreffen zur Hamburger Kinder- und Jugendkultur, tagt zweimal jährlich auf Einladung der → BKM. Mitglieder außerdem: → BSB, → BASFI, alle Hamburger Bezirksämter, Jugendinformationszentrum, LAG Kinder- und Jugendkultur, Stadtkultur Hamburg, Museumsdienst Hamburg.

Kreativpotentiale Hamburg
Initiiert 2017 von Stiftung Mercator, → BSB und Gabriele-Fink-Stiftung. Hat es sich zur Aufgabe gemacht, inklusive Rahmenbedingungen kultureller Bildung zu schaffen. Unter besonderer Beachtung inklusiver Indexe (außer-) schulischer Entwicklung, werden gemeinsam und transparent von den Organisationen → BSB, → LI, Stiftungen, Schulen und Kultureinrichtungen Kriterien Kultureller Bildung diskutiert und definiert. Diese dienen als Grundlage für die Entwicklung von Fortbildungen und Schulentwicklungsinstrumenten, für das Verfassen von Begleittexten zu Schulqualität und wirken in Modellwerkstätten. Das Ziel des Programms ist die qualitative Verbesserung der (kreativen) Lernpotentiale aller Schüler*innen.

Kulturagent*in
Im Rahmen des Programms → »Kulturagenten für kreative Schulen« Personen mit künstlerischem Hintergrund und Erfahrung in der Vermittlung kultureller Bildung an Schulen, die die Schulen bei der Entwicklung künstlerischer Projekte, beim Auf- und Ausbau von Kooperationen untereinander sowie mit Kulturinstitutionen unterstützen. Ausgehend von den Stärken und Zielen der Schulen moderieren und beraten die Kulturagent*innen den Entwicklungsprozess an den Schulen.

Kulturagenten-Programm = Kulturagenten für kreative Schulen
Läuft seit 2011 in fünf Bundesländern mit unterschiedlichen Partnern gefördert durch die MUTIK gGmbH sowie die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator. In Hamburg Programm der → BSB und der → BKM, umgesetzt durch die conecco gUG. Will in den Schulen ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung entwickeln und Kooperationen zwischen Schulen und Kulturinstitutionen aufbauen. Zum Programm

Kulturbeauftragte*r
Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es an allen staatlichen allgemeinbildenden und beruflichen Hamburger Schulen Kulturbeauftragte mit definiertem Aufgabenprofil. Diese Lehrer*innen sind an ihrer Schule Hauptansprechperson für den Bereich Kultureller Bildung und unterstützen die Schule darin, Kulturelle Bildung weiterzuentwickeln. Sie werden vom → LI fortgebildet. Mehr

Kulturbotschafter*in
Im Rahmen des Programms → »Kreativpotentiale Hamburg« ausgebildete Personen (ausgewählte Experten aus bewährten Kulturprogrammen, externe Akteure, ausgewählte Kulturbeauftragten, Schulleitungsmitglieder und andere stark in Kulturelle Bildung in der Schule involvierte Personen). Sollen beraten, Workshops geben, Fortbildungen entwickeln und Kulturwerkstätten des Programms mitaufbauen.

Kultur.Forscher!
Programm der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, initiiert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und von dieser 2009-2016 umgesetzt. Ziel des Programms ist, dass Kinder und Jugendliche sich künstlerische und kulturelle Phänomene aus ihrer Lebenswelt erschließen, eigene Forscherfragen stellen und nach Antworten suchen. Lehrkräfte und Kulturpartner unterstützen sie und machen kulturelle Bildung zum festen Bestandteil der Schulentwicklung. Bis 2011 waren auch Hamburger Schulen am Projekt beteiligt.

Kulturgipfel
Alle zwei Jahre stattfindender eintägiger Kongress mit 400-500 Teilnehmenden zum Themenfeld »Kultur und Schule«, erstmals 2017. Initiiert und organisiert von der LAG, gemeinsam konzipiert mit und gefördert durch → BKM, → BSB und Stiftungen. Mehr

Kulturlotse/Kulturlotsin
Künstler*innen verschiedener Sparten, die im Programm → »Kulturschule Hamburg« den Schulentwicklungsprozess unterstützt haben. Aufgabe war es, die Schulen zu beraten, Konzepte mitzuerarbeiten und Kontakte zu anderen Künstlern und Kulturinstitutionen herzustellen. Entscheidend war der Blick des Künstlers / der Künstlerin auf die Schule.

Kulturschule Hamburg 2011-2018
Initiiert 2011 von der Gabriele Fink Stiftung in Kooperation mit der → BSB. Schulentwicklungsprogramm mit dem Ziel, kulturelle Bildung und die aktive Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der Schule zu fördern. Evaluation des gesamten Prozesses intern von den Schulen und extern vom → IfBQ. Zum Abschluss des Programms in Zusammenarbeit aller Kooperationspartner Veröffentlichung einer Handreichung mit Praxisbeispielen unter dem Titel »Kulturelle Schulentwicklung in Hamburg“.
Projekt bei der Gabriele-Fink-Stiftung
Projekt bei hamburg.de
Handreichung

Kumasta = Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2013 mit dem Programm »Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung« Projekte Kultureller Bildung, die von lokalen Bündnissen vor Ort geplant und durchgeführt werden. Zielgruppe der Bildungsangebote sind 3- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche, die in Verhältnissen leben, die den Zugang zur Bildung erschweren. Die Angebote sind außerschulisch und werden von Bündnissen mit mindestens drei lokalen Partnern durchgeführt. In Hamburg informiert und berät die LAG zum Programm. Mehr

Kunstpioniere
Im Schuljahr 2015/16 erstmalig durchgeführtes Kooperationsprojekt zwischen Schulen und Kunstmuseen. Soll Kindern und Jugendlichen eine forschende und kreative Auseinandersetzung mit aktueller Kunst im Sinne ästhetischer Forschung ermöglichen, Barrieren zu Ausstellungshäusern abbauen und Öffentlichkeit für Schülerarbeiten schaffen. Schüler*innen werden zu sogenannten Kunstpionieren, d.h. sie werden zu Kunstreportern, Kunstvermittlern, Kunstforschern, Künstlern und Ausstellungsmachern. Mehr

LI = Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Dienstleistungszentrum der → BSB, das Lehrer*innen ausbildet und berufsbegleitend qualifiziert und die Hamburger Schulen bei der Weiterentwicklung der Unterrichts- und Schulqualität unterstützt. Zum LI

NKB = Netzwerk Kulturelle Bildung
Onlineplattform der LAG Kinder- und Jugendkultur in Kooperation mit → BKM, → BSB, Jugendinformationszentrum JIZ Hamburg und Stadtkultur Hamburg e.V. Dient der Vernetzung im Bereich Kulturelle Bildung, Profile und Angebote der Kulturanbieter, Schulen, Kitas und der → OKJA sind auffind- und recherchierbar. Zum NKB

OKJA = Offene Kinder- und Jugendarbeit
Umfasst ein breites, konzeptionell stark differenziertes Förderangebot: Orte der Freizeitgestaltung, der pädagogischen Gruppenarbeit und der eigenständigen jugendkulturellen Entfaltung, lebenswelt- und stadtteilorientierte Anlaufstellen für junge Menschen. Hauptmerkmal ist die Freiwilligkeit der Teilnahme, die Angebote sind offen für alle, niedrigschwellig und partizipativ.

Orientierungsrahmen = Orientierungsrahmen Schulqualität
2006 von der → BSB mit einem begleitenden Leitfaden veröffentlicht, 2012 überarbeitet. Gegliedert nach den Bereichen Führung und Management, Bildung und Erziehung und Kompetenzen und Ergebnisse beschreibt er idealtypisch die Ziele und Anforderungen, die an Schulen in Hamburg gestellt werden. Enthält zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Kulturellen Bildung, zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, zu außerschulischen Lernorten und zur kulturellen Teilhabe. Orientierungsrahmen

Rahmenkonzept = Rahmenkonzept Kinder- und Jugendkultur
Erstmals 2004 verabschiedet, Weiterschreibung 2012. Hat zu zahlreichen Entwicklungen in der Hamburgischen Kinder- und Jugendkultur geführt, insbesondere im Bereich der Vernetzung – innerhalb und außerhalb der Behörden. Mehr
Rahmenkonzept

Step by Step
Tanzprojekt von conecco gUG in Kooperation mit der BürgerStiftung Hamburg. Schulklassen von Hamburger Stadtteilschulen erhalten wöchentlichen Tanzunterricht von professionellen Choreograf*innen und Tanzpädagog*innen und erarbeiten eine Choreografie, die mehrfach aufgeführt wird. Weitere Projektbestandteile sind Fortbildungen für Lehrer*innen und Tanzchoreograf*innen, Exkursionen der Schüler*innen, professionelle Prozessbegleitung, Evaluation und Dokumentation. Zum Projekt

The YoungClassX
Initiiert von der Otto Group und dem Ensemble Salut Salon. Bietet Stadtteilschulen und Gymnasien in weniger privilegierten Stadtteilen einen frühzeitigen Zugang zur Musik, zum Singen und Musizieren. Hamburger Schüler*innen können im Projekt Musik erleben und selbst aktiv musizieren. Am Chormodul von The Young ClassX nehmen derzeit 25 Schulen teil. Zum Projekt

TmS = Theater macht Schule
Jährlich stattfindendes Schultheaterfestival, bei dem Schultheatergruppen und Theaterkurse ihre Inszenierungen auf einer professionellen Hamburger Bühne zeigen und in Workshops miteinander ins Gespräch kommen können. Veranstaltet vom Fachverband Theater in Schulen Hamburg e.V in Kooperation mit der -> BSB und den Hamburger Theatern Mehr

TUSCH = Theater und Schule
Initiiert 2002 von → BSB und Körber-Stiftung, inzwischen Förderung durch BSB, → BKM, Stiftung Mercator und BürgerStiftung Hamburg. Ermöglicht zurzeit 15 Hamburger Theatern und 20 Schulen zweijährige Partnerschaften, in denen diese gemeinsam mit Schüler*innen rund ums Theater erarbeiten sowie öffentliche Aufführungen, Performances und Ausstellungen gestalten. Bewerben können sich alle zwei Jahre alle Hamburger Schulen. Zum Programm

WAZ = Wochenarbeitszeitstunde
In Hamburg gibt es seit 2003 ein Lehrerarbeitszeitmodell, bei dem außer den zu gebenden Unterrichtsstunden auch Vor- und Nachbereitungszeiten, Konferenzen, Gespräche und ähnliches in die Berechnung der Arbeitszeit einbezogen werden sollen. Dafür wurde errechnet, wie viele Stunden im Gesamtjahr zu leisten wären, diese wurden auf die Unterrichtswochen verteilt. Damit ergibt sich in Vollzeit eine Wochenarbeitszeit von 46,57 Stunden. Bestimmte Funktionen (z.B. → Kulturbeauftragte*r) sollen im Rahmen der selbstverwalteten Schule mit einer Anzahl von WAZ vergütet werden, d.h. die Personen müssen an anderer Stelle im Alltag entlastet werden. Mehr