Open up!-Tagung #1

Mehr Kultur für Kinder und Jugendliche mit Behinderung!

Montag, 5. Oktober 2026 | 9:30–16:30 Uhr
Kulturhaus Eidelstedt

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Die Anmeldung startet in Kürze.
Wenn Sie eine Einladung bekommen möchten, tragen Sie sich bitte in der Einladungsliste ein: hier

Wie können Kunst- und Kulturangebote so gestaltet werden, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung selbstverständlich teilhaben können?
Die erste Open up!-Tagung bringt Kulturschaffende mit und ohne Behinderung, Eltern, und Vertreter*innen aus der Behinderten(selbst)hilfe zusammen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, konkrete Erfahrungen und praktische Lösungen für eine inklusivere Hamburger Kinder- und Jugendkultur.

Eine Tagung von Open up! / LAG Kinder- und Jugendkultur finanziert durch die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit dem Kulturhaus Eidelstedt

Das Bild zeigt ein farbenfrohes Veranstaltungsplakat. In der Mitte befindet sich eine große, runde Zeichnung, die wie eine Sonne oder ein Kreis mit vielen Strahlen aussieht. Der Kreis ist mit breiten, bunten Streifen gefüllt – in kräftigen Farben wie Gelb, Orange, Rot, Grün, Blau und Pink. Von diesem Kreis gehen viele dünne Linien nach außen, und an jedem Linienende sitzt ein kleiner farbiger Punkt. Mit Text: Open up! – Tagung #1  Mehr Kultur für Kinder und Jugendliche mit Behinderung
Bildmotiv: Ulla Diedrichsen, Die Schlumper

Wir laden euch ein!

HipHop tanzen, einen Song aufnehmen, ein Kinofestival besuchen, Comics zeichnen oder in den Ferien eine Zirkusshow proben: kulturelle Angebote eröffnen Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungen, Freundschaften und Ausdrucksmöglichkeiten. Sie können Talente fördern, Selbstvertrauen stärken und manchmal sogar den Grundstein für einen späteren Berufsweg in Kunst und Kultur legen.

Doch für viele Kinder und Jugendliche mit Behinderung bleiben diese Möglichkeiten noch immer eingeschränkt. Oft fehlen Informationen zu Barrieren und zur Barrierefreiheit, Assistenz, inklusive pädagogische Konzepte, Wissen oder das notwendige Netzwerk.

Gleichzeitig erleben wir in unserer Beratung jeden Tag, wie groß das Interesse und das Engagement sind. Viele Kulturschaffende wollen ihre Angebote öffnen und stellen sich ganz konkrete Fragen: Wie erreichen wir Kinder und Jugendliche mit Behinderung? Was brauchen Familien? Wie kann Inklusion in der Kulturarbeit gelingen?

Mit der ersten Open up!-Tagung möchten wir einen Raum schaffen, in dem genau diese Fragen gemeinsam weitergedacht werden.

Eingeladen sind Kulturschaffende mit und ohne Behinderung, Eltern, Vertreter*innen aus der Behinderten(selbst)hilfe, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie alle, die Kinder- und Jugendkultur inklusiver gestalten möchten – ganz gleich, ob ihr bereits viel Erfahrung mitbringt oder euch gerade erst auf den Weg macht.

Die Tagung lebt vom Austausch. Statt fertiger Antworten erwarten euch Gespräche, unterschiedliche Perspektiven und viele praktische Erfahrungen. Gemeinsam wollen wir Barrieren benennen, voneinander lernen, neue Kontakte zwischen Kultur und Behinderten(selbst)hilfe knüpfen und Ideen entwickeln, die sich in der Praxis umsetzen lassen.

Wir freuen uns darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung selbstverständlich wird.

Das Open up!-Team

Vorläufiges Programm

9:00-9:30
Softes Ankommen

9:30-10:00
Wir sind Open up!

10:00-11:30
Runder Tisch ohne Tisch! mit 5 kurzen Impulsen von Kulturschaffenden, Eltern,  Behinderten(selbst)hilfe (Details folgen)

11:30-12:00
Pause 

12:00-13:00
Zwei Optionen:

  • Input: Inklusion voranbringen. Strukturiert, nachhaltig, machbar – mit dem Index für Inklusion
    Wie wird aus einzelnen Maßnahmen eine inklusive Organisationskultur? Welche Strukturen helfen, damit Barrierefreiheit nicht nur ein Projekt bleibt, sondern Teil der eigenen Arbeitsweise wird? Laura Frenker‑Hackfort stellt das Werkzeug Index für Inklusion vor und zeigt, wie sie es im Rahmen des Projekts zur inklusiven Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) einsetzt. Sie lädt dazu ein, Anwendungsmöglichkeiten für den Kulturbereich zu erkunden – auch für Kulturschaffende, die mit begrenzten Ressourcen arbeiten.
  • Künstlerische Intervention für mehr Vernetzung (Details folgen)

13:00-14:00 
Mittagspause & Informelle Vernetzung

14:00-16:00
4 Themen zur Auswahl

  • Thema 1: Outreach: wie erreiche ich ein neues Publikum / neue Teilnehmer*innen?
    mit Hark Empen, Corinna Edenharter, Hiba Abdallah

    Wie erreiche ich Kinder mit Behinderung für meinen Tanzkurs, mein Festival oder mein Konzert? – diese Frage wird in der Open up!-Beratung oft gestellt.
    Outreach ist mehr als Werbung. Es ist die Frage: Wer bleibt draußen – und warum? Und was müsste sich ändern, damit sich das wirklich verschiebt? Es geht um Zugänge, Beziehungen und Vertrauen.
    In diesem Workshop öffnen Hark Empen, Corinna Edenharter und Hiba Abdallah ihren Werkzeugkoffer aus der Praxis und teilen Erfahrungen aus PR-Arbeit, Veranstaltungsorganisation, aus Elternperspektive und aus eigener Erfahrung mit dem Aufwachsen mit Behinderung sowie heutiger Arbeit als Access Managerin. Bringt eure Fragen, Zweifel und Erfahrungen mit!

  • Thema 2: Relaxed Kinder- und Jugendkultur
    mit Miles Wendt
    Ob bereits mit umfassenden praktischen Erfahrungen, ersten Berührungspunkten oder einfach Neugier – dieser Workshop bietet Raum für gemeinsames Lernen und Austausch. Wir beschäftigen uns mit dem Konzept von Relaxed Performances und erkunden, wie sich Elemente daraus auf weitere Kontexte im Kulturbereich für Kinder- und Jugendliche anwenden lassen. Gemeinsam teilen wir Erfahrungen, diskutieren Herausforderungen und entwickeln Ideen für mehr Zugänglichkeit, Teilhabe und eine entspannte Atmosphäre in Veranstaltungen und Angeboten
  • Thema 3: Macht Platz! – Kultur als inklusiver Arbeitssektor
    mit Jan Kampmmann (Moderation) und weiteren Gästen
    Immer mehr Kultureinrichtungen und einzelne Projekte beschäftigen sich mit Barrierefreiheit und Zugängen für ihr Publikum. Der eigentliche Wandel entsteht jedoch, wenn Menschen mit Behinderung nicht nur als Besucher*innen gedacht werden, sondern als Kolleg*innen und Künstler*innen Teil des Kulturbetriebs sind.
    In dieser Austauschrunde geht es um konkrete Zugänge und Wege in den Kulturarbeitsmarkt: Wie kann kulturelle Bildung die Bildungsbiografien junger Menschen prägen? Wo erleben junge Menschen wichtige Schlüsselmomente? Welche Berufswege eröffnen sich in der Kultur- und Kreativbranche – und für wen sind sie tatsächlich zugänglich? Welche Unterstützung brauchen Jugendliche beim Übergang in Ausbildung und Beruf? Und was muss sich verändern, damit Kultur ein inklusiver Arbeitssektor wird? Im Mittelpunkt stehen Einstiegs- und Ausbildungswege wie Praktika und das FSJ Kultur sowie inklusive Ausbildungs- und Studiengänge im Bereich Kunst und Kultur.
     
  • Thema 4: Inklusive Musikpädagogik (Achtung: anderes Datum!)
    mit Torge Schmidt
    Der Workshop findet vorausichtlich am Dienstag, 6. Oktober von 9:30 bis 12:30 statt. Mehr Infos in Kürze

16:00-16:30
Abschluss

Ort

Kulturhaus Eidelstedt, Alte Elbgaustraße 12, 22523 Eimsbüttel

  • S-Bahn S3, S5 bis Elbgaustraße, 1km Entfernung
  • Bus 4, 21 bis Eidelstedter Platz, 250 Meter Entfernung
  • MOIA Haltestelle, 300 Meter Entfernung


Barrierefreiheit

Bitte bei der Anmeldung Bedarfe angeben.

  • Rollstuhlzugänglich inkl. öffentlichem Parkplatz und Toiletten (ohne Lift, mit Türautomatik)
  • Abholservice von der S-Bahn, MOIA oder Bus-Bahn
  • Assistenzhunde willkommen
  • Zum Teil in Deutscher Gebärdensprache und mit Verdolmetschung
  • Induktive Hörunterstützung
  • Relaxed Event: Ruheraum und alternative Sitzgelegenheiten. Wer eine Pause braucht, kann jederzeit den Raum verlassen und zurückkommen.
  • Teilweise zugänglich für blinde und sehbehinderte Gäste: Barrierefreie Präsentationen. Kein Leitsystem vorhanden.
  • Alternative Sitzmöglichkeit wie Sitzsack
  • Einfache Sprache
  • Assistent*innen bitte wegen Platzkapazität und Catering im Formular ankündigen

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit im Kulturhaus Eidelstedt auf der Website der KulturPerlen unter diesem Link.
Fragen zur Barrierefreiheit: Vreni Bock 040 524 78 97 18 /