Open up!-Tagung #1
Mehr Kultur für Kinder und Jugendliche mit Behinderung!
Montag, 5. Oktober 2026 | 9:30–16:30 Uhr
Kulturhaus Eidelstedt
Zum Programm
Jetzt anmelden – bis zum 25. September!
Wie können Kulturangebote so gestaltet werden, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung selbstverständlich teilhaben können? Die erste Open up!-Tagung bringt Kulturschaffende, Eltern, und Vertreter*innen aus der Behinderten(selbst)hilfe zusammen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, konkrete Erfahrungen und praktische Lösungen für eine inklusivere Hamburger Kinder- und Jugendkultur.

Wir laden euch ein!
HipHop tanzen, einen Song aufnehmen, ein Kinofestival besuchen, Comics zeichnen oder in den Ferien eine Zirkusshow proben: kulturelle Angebote eröffnen Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungen, Freundschaften und Ausdrucksmöglichkeiten. Sie können Talente fördern, Selbstvertrauen stärken und manchmal sogar den Grundstein für einen späteren Berufsweg in Kunst und Kultur legen.
Doch für viele Kinder und Jugendliche mit Behinderung bleiben diese Möglichkeiten noch immer eingeschränkt. Oft fehlen Informationen zu Barrieren und zur Barrierefreiheit, Assistenz, inklusive pädagogische Konzepte, Wissen oder das notwendige Netzwerk.
Gleichzeitig erleben wir in unserer Beratung jeden Tag, wie groß das Interesse und das Engagement sind. Viele Kulturschaffende wollen ihre Angebote öffnen und stellen sich ganz konkrete Fragen: Wie erreichen wir Kinder und Jugendliche mit Behinderung? Was brauchen Familien? Wie kann Inklusion in der Kulturarbeit gelingen?
Mit der ersten Open up!-Tagung möchten wir einen Raum schaffen, in dem genau diese Fragen gemeinsam weitergedacht werden.
Eingeladen sind Kulturschaffende mit und ohne Behinderung, Eltern, Vertreter*innen aus der Behinderten(selbst)hilfe, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie alle, die Kinder- und Jugendkultur inklusiver gestalten möchten – ganz gleich, ob ihr bereits viel Erfahrung mitbringt oder euch gerade erst auf den Weg macht.
Die Tagung lebt vom Austausch. Statt fertiger Antworten erwarten euch Gespräche, unterschiedliche Perspektiven und viele praktische Erfahrungen. Gemeinsam wollen wir Barrieren benennen, voneinander lernen, neue Kontakte zwischen Kultur und Behinderten(selbst)hilfe knüpfen und Ideen entwickeln, die sich in der Praxis umsetzen lassen.
Wir freuen uns darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung selbstverständlich wird.
Programm
Am Montag, den 5. Oktober im Kulturhaus Eidelstedt
Moderation: Jan Kampmann
Dolmetschung Deutsche Gebärdensprache: Katrin Kukla und Céline Sawkins
9:00 – 9:30 Uhr Softes Ankommen
9:30 – 10:00 Uhr
Begrüßung: Wir sind Open up!
Grußwort: Markus Pitz, Leiter des Amts Kultur in der Behörde für Kultur und Medien
10:00 – 11:30 Uhr
mit kurzen Impulsen aus Kunst, Elternperspektive und Behinderten(selbst)hilfe
Beim „Runden Tisch ohne Tisch“ begegnen sich Menschen, die in ihren jeweiligen Arbeits- und Lebenswelten oft getrennt voneinander agieren: Kulturschaffende, Eltern, Vertreter*innen der Behinderten(selbst)hilfe und der inklusiven Bildung. Alle können sich mit Fragen, Erfahrungen und Ideen einbringen. Fünf Kurzimpulse bilden den roten Faden der Runde. Sie eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf inklusive Kinder- und Jugendkultur – von prägenden Kulturerfahrungen im Jugendalter über die Lebensrealität von Familien bis hin zu den Voraussetzungen für gelingende Teilhabe.
11:30 – 12:00 Uhr Pause
12:00 – 13:00 Uhr Zwei Optionen:
Wie wird aus einzelnen Maßnahmen eine inklusive Organisationskultur? Welche Strukturen helfen, damit Barrierefreiheit nicht nur ein Projekt bleibt, sondern Teil der eigenen Arbeitsweise wird? Laura Frenker‑Hackfort stellt das Werkzeug Index für Inklusion vor und zeigt, wie sie es im Rahmen des Projekts zur inklusiven Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) einsetzt. Sie lädt dazu ein, Anwendungsmöglichkeiten für den Kulturbereich zu erkunden – auch für Kulturschaffende, die mit begrenzten Ressourcen arbeiten.
mit Annika Ditzer und 15–20 Teilnehmer*innen
Für alle, die Vernetzung in kleiner Gruppe vertiefen möchten, bietet Annika Ditzer eine kreative Stunde in Bewegung an.
13:00 – 14:00 Uhr Mittagspause & Informelle Vernetzung (Essensausgabe ab 12 Uhr)
14:00 – 16:00 Uhr Vier parallele Workshops:
mit Miles Wendt
Ob bereits mit umfassenden praktischen Erfahrungen, ersten Berührungspunkten oder einfach Neugier – dieser Workshop bietet Raum für gemeinsames Lernen und Austausch. Wir beschäftigen uns mit dem Konzept von Relaxed Performances und erkunden, wie sich Elemente daraus auf weitere Kontexte im Kulturbereich für Kinder- und Jugendliche anwenden lassen. Gemeinsam teilen wir Erfahrungen, diskutieren Herausforderungen und entwickeln Ideen für mehr Zugänglichkeit, Teilhabe und eine entspannte Atmosphäre in Veranstaltungen und Angeboten
mit Jan Kampmann (Moderation) und weiteren Gästen
Immer mehr Kultureinrichtungen und einzelne Projekte beschäftigen sich mit Barrierefreiheit und Zugängen für ihr Publikum. Der eigentliche Wandel entsteht jedoch, wenn Menschen mit Behinderung nicht nur als Besucher*innen gedacht werden, sondern als Kolleg*innen und Künstler*innen Teil des Kulturbetriebs sind.
In dieser Austauschrunde geht es um konkrete Zugänge und Wege in den Kulturarbeitsmarkt: Wie kann kulturelle Bildung die Bildungsbiografien junger Menschen prägen? Wo erleben junge Menschen wichtige Schlüsselmomente? Welche Berufswege eröffnen sich in der Kultur- und Kreativbranche – und für wen sind sie tatsächlich zugänglich? Welche Unterstützung brauchen Jugendliche beim Übergang in Ausbildung und Beruf? Und was muss sich verändern, damit Kultur ein inklusiver Arbeitssektor wird? Im Mittelpunkt stehen Einstiegs- und Ausbildungswege wie Praktika und das FSJ Kultur sowie inklusive Ausbildungs- und Studiengänge im Bereich Kunst und Kultur.
mit Hark Empen, Corinna Edenharter, Hiba Abdallah
Wie erreiche ich Kinder mit Behinderung für meinen Tanzkurs, mein Festival oder mein Konzert?
– diese Frage wird in der Open up!-Beratung oft gestellt.
Outreach ist mehr als Werbung. Es ist die Frage: Wer bleibt draußen – und warum? Und was müsste sich ändern, damit sich das wirklich verschiebt? Es geht um Zugänge, Beziehungen und Vertrauen.
In diesem Workshop öffnen Hark Empen, Corinna Edenharter und Hiba Abdallah ihren Werkzeugkoffer aus der Praxis und teilen Erfahrungen aus PR-Arbeit, Veranstaltungsorganisation, aus Elternperspektive und aus eigener Erfahrung mit dem Aufwachsen mit Behinderung sowie heutiger Arbeit als Access Managerin. Bringt eure Fragen, Zweifel und Erfahrungen mit!
mit Timo Kocielnik
Wie kann Theater entstehen, wenn Sprache, Text und klassisches Schauspiel nicht im Mittelpunkt stehen?
In diesem praxisorientierten Workshop beschäftigen wir uns mit basalen Theaterformen und erkunden, wie Materialien, Klänge, Bewegungen, Licht und sinnliche Impulse zu theatralen Ausdrucksmitteln werden können.
Anhand von Beispielen aus vergangenen Produktionen und durch gemeinsames Ausprobieren entwickeln wir Ideen für eine inklusive Theaterpraxis, an der Menschen mit unterschiedlichen körperlichen, kommunikativen und kognitiven Voraussetzungen teilhaben können.
16:00 – 16:30 Uhr Abschluss
Zusatzprogramm: Workshop Inklusive Musikpädagogik
im KON am nächsten Tag
Weil ein Tag nicht reicht, findet der Workshop „Inklusive Musikpädagogik” am Dienstag, dem 6. Oktober, im Hamburger Konservatorium in Ottensen statt.
Dienstag, 6. Oktober, 10:00 bis 13:00 Uhr (tbc), im Hamburger Konservatorium (KON), Lilly-Giordano-Saal
Mit Torge Schmidt
In Kooperation mit dem Hamburger Konservatorium
In dieser dreistündigen Fortbildung vermittelt Torge Schmidt praxisnahe Ansätze der inklusiven Musikpädagogik für Musikschulen, Kitas und die Konzertpädagogik.
Die Teilnehmenden lernen grundlegende Prinzipien inklusiver und sonderpädagogischer Perspektiven kennen, entwickeln Ideen für differenzierende Arrangements und erproben vielfältige Musizier- und Kompositionsformen mit analogen und digitalen Medien wie GarageBand oder Thumbjam. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie musikalische Angebote so gestaltet werden können, dass sie heterogene Gruppen sinnvoll unterstützen und kreative Teilhabe ermöglichen.
Nach einem kurzen Einstieg zu Kontext und Zielen werden zentrale Grundlagen inklusiver Musikpädagogik vorgestellt – von individuellen Lernvoraussetzungen über Aneignungsebenen bis hin zu differenzierenden Arrangements. Anschließend arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen an praktischen Aufgaben: Sie entwickeln inklusive musikalische Varianten, komponieren mit digitalen Tools oder übertragen ein Arrangement direkt auf ihren eigenen Unterrichtskontext. Zum Abschluss werden die Ergebnisse präsentiert und gemeinsam reflektiert, welche Impulse unmittelbar in die eigene Praxis übernommen werden können.
Die Fortbildung richtet sich an Musikpädagog*innen aus Musikschulen, Kitas sowie aus der Musikvermittlung und Konzertpädagogik – mit und ohne Erfahrung in inklusiver Musikpädagogik.
Ort und Barrierefreiheit
Ort: Lilly-Giordano-Stieg 1, 22763 Altona
Anfahrt: S1 bis Bahrenfeld (400 Meter Entfernung) oder Bus 16 bis Grünebergstraße (300 Meter Entfernung)
Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung Ihren Bedarf zur Barrierefreiheit mit, damit wir sie besser berücksichtigen können.
- Rollstuhlzugänglich
- Abholservice von der S-Bahn, MOIA- oder Bus-Haltestelle
- Assistent*innen bitte wegen Platzkapazität im Formular ankündigen
- Assistenzhunde willkommen
- In Deutscher Lautsprache
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit im Konservatorium auf der Website der KulturPerlen unter diesem Link.
Ort und Barrierefreiheit
Ort: Kulturhaus Eidelstedt, Alte Elbgaustraße 12, 22523 Eimsbüttel
- S-Bahn S3, S5 bis Elbgaustraße, 1km Entfernung
- Bus 4, 21 bis Eidelstedter Platz, 250 Meter Entfernung
- MOIA Haltestelle, 300 Meter Entfernung
Barrierefreiheit
Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung Ihren Bedarf zur Barrierefreiheit mit, damit wir sie besser berücksichtigen können.
- Rollstuhlzugänglich inkl. öffentlichem Parkplatz und Toiletten (ohne Lift, mit Türautomatik)
- Abholservice von der S-Bahn, MOIA- oder Bus-Haltestelle
- Assistent*innen bitte wegen Platzkapazität und Catering im Formular ankündigen
- Assistenzhunde willkommen
- In Deutscher Lautsprache
- Einfache Sprache auf Anfrage
- Zum Teil in Deutscher Gebärdensprache und mit Verdolmetschung (Achtung nur ein Workshop am Nachmittag)
- Induktive Hörunterstützung
- Relaxed Event: Ruheraum und alternative Sitzgelegenheiten wie Sitzsack. Wer eine Pause braucht, kann jederzeit den Raum verlassen und zurückkommen.
- Teilweise zugänglich für blinde und sehbehinderte Gäste: Barrierefreie Präsentationen. Kein Leitsystem vorhanden.
- Baby-Wickeltisch im WC für alle und in der Elternschule (9:30 bis 13 Uhr) & Stillecke im Ruheraum und in der Elternschule (9:30 bis 13 Uhr)
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit im Kulturhaus Eidelstedt auf der Website der KulturPerlen unter diesem Link.
Fragen zur Barrierefreiheit: Vreni Bock 040 524 78 97 18 /
Jetzt anmelden - bis zum 25. September!
Sie können sich – je nach Zeit, Energie und Interesse – für einzelne Programmpunkte anmelden. Einige Angebote laufen parallel. So kann jede*r den Tag flexibel nach den eigenen Bedürfnissen und Interesse gestalten.
Teilnahmegebühr inkl. Mittagessen nach Selbsteinschätzung: 0 €, 20 € oder 40 €.
Abmeldung: Wenn Sie doch nicht teilnehmen können, sagen Sie bitte ab. So können Nachrücker berücksichtigt und Kosten – insbesondere fürs Catering – besser geplant werden.
Bitte Bedarf an Barrierefreiheit und Programm-Auswahl bei der Anmeldung angeben.
Das Café steeedt bietet zum Mittagessen vegetarische, vegane, gluten- und laktosefreie Optionen (weitere Infos folgen).
Die Essensausgabe findet von 12 bis 14 Uhr statt.
Wer sein Essen lieber mitbringen möchte, kann im Café gemeinsam mit allen Teilnehmer*innen essen.
Förder*innen
Eine Tagung von Open up! / LAG Kinder- und Jugendkultur finanziert durch die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit dem Kulturhaus Eidelstedt.
Der Workshop "Inklusive Musikpädagogik" wird in Kooperation mit dem Hamburger Konservatorium veranstaltet.
