Open up!-Tagung #1
Mehr Kultur für Kinder und Jugendliche mit Behinderung!
Montag, 5. Oktober 2026 | 9:30–16:30 Uhr
Kulturhaus Eidelstedt
Wie können Kulturangebote so gestaltet werden, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung selbstverständlich teilhaben können? Die erste Open up!-Tagung bringt Kulturschaffende, Eltern, und Vertreter*innen aus der Behinderten(selbst)hilfe zusammen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, konkrete Erfahrungen und praktische Lösungen für eine inklusivere Hamburger Kinder- und Jugendkultur.
Wir laden euch ein!
HipHop tanzen, einen Song aufnehmen, ein Kinofestival besuchen, Comics zeichnen oder in den Ferien eine Zirkusshow proben: kulturelle Angebote eröffnen Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungen, Freundschaften und Ausdrucksmöglichkeiten. Sie können Talente fördern, Selbstvertrauen stärken und manchmal sogar den Grundstein für einen späteren Berufsweg in Kunst und Kultur legen.
Doch für viele Kinder und Jugendliche mit Behinderung bleiben diese Möglichkeiten noch immer eingeschränkt. Oft fehlen Informationen zu Barrieren und zur Barrierefreiheit, Assistenz, inklusive pädagogische Konzepte, Wissen oder das notwendige Netzwerk.
Gleichzeitig erleben wir in unserer Beratung jeden Tag, wie groß das Interesse und das Engagement sind. Viele Kulturschaffende wollen ihre Angebote öffnen und stellen sich ganz konkrete Fragen: Wie erreichen wir Kinder und Jugendliche mit Behinderung? Was brauchen Familien? Wie kann Inklusion in der Kulturarbeit gelingen?
Mit der ersten Open up!-Tagung möchten wir einen Raum schaffen, in dem genau diese Fragen gemeinsam weitergedacht werden.
Eingeladen sind Kulturschaffende mit und ohne Behinderung, Eltern, Vertreter*innen aus der Behinderten(selbst)hilfe, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie alle, die Kinder- und Jugendkultur inklusiver gestalten möchten – ganz gleich, ob ihr bereits viel Erfahrung mitbringt oder euch gerade erst auf den Weg macht.
Die Tagung lebt vom Austausch. Statt fertiger Antworten erwarten euch Gespräche, unterschiedliche Perspektiven und viele praktische Erfahrungen. Gemeinsam wollen wir Barrieren benennen, voneinander lernen, neue Kontakte zwischen Kultur und Behinderten(selbst)hilfe knüpfen und Ideen entwickeln, die sich in der Praxis umsetzen lassen.
Wir freuen uns darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung selbstverständlich wird.
Programm
Check-in ab 9 Uhr (mit DGS)
Moderation: Jan Kampmann
DGS-Dolmetschung: Katrin Kukla und Céline Sawkins
9:30 – 10:00 Uhr Eröffnung
- Opening Speech: Open up!-Team
- Grußwort: Susanne Frischling, Abteilungsleiterin Kunst, Kreativwirtschaft, Kulturelle Teilhabe, Development in der Behörde für Kultur und Medien
10:00 – 11:30 Uhr
mit kurzen Impulsen aus Kunst, Elternperspektive und Behinderten(selbst)hilfe von Mert-Abdullah Çapan, Romy Ballhausen, Kerrin Stumpf und Catharina Wesemüller
Beim „Runden Tisch ohne Tisch“ begegnen sich Menschen, die in ihren jeweiligen Arbeits- und Lebenswelten oft getrennt voneinander agieren: Kulturschaffende, Eltern, Vertreter*innen der Behinderten(selbst)hilfe und der inklusiven Bildung. Alle können sich mit Fragen, Erfahrungen und Ideen einbringen. Fünf Kurzimpulse bilden den roten Faden der Runde. Sie eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf inklusive Kinder- und Jugendkultur – von prägenden Kulturerfahrungen im Jugendalter über die Lebensrealität von Familien bis hin zu den Voraussetzungen für gelingende Teilhabe.
11:30 – 12:00 Uhr Pause
12:00 – 13:00 Uhr Zwei Optionen:
Wie wird aus einzelnen Maßnahmen eine inklusive Organisationskultur? Welche Strukturen helfen, damit Barrierefreiheit nicht nur ein Projekt bleibt, sondern Teil der eigenen Arbeitsweise wird? Laura Frenker‑Hackfort stellt das Werkzeug Index für Inklusion vor und zeigt, wie sie es im Rahmen des Projekts zur inklusiven Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) einsetzt. Sie lädt dazu ein, Anwendungsmöglichkeiten für den Kulturbereich zu erkunden – auch für Kulturschaffende, die mit begrenzten Ressourcen arbeiten.
mit Annika Ditzer und 15–20 Teilnehmer*innen
Für alle, die Vernetzung in kleiner Gruppe vertiefen möchten, bietet Annika Ditzer eine kreative Stunde in Bewegung an.
Wir nutzen spielerische Übungen, choreografische Experimente und körperliche Interaktionen.
Hinweise zu Barrieren:
- Gesprochene Sprache
- Viel Bewegung, die auch ins Sitzen übertragen werden kann
- Einige Spiele erfordern Berührungen an der Hand, den Armen oder der Schulter
13:00 – 14:00 Uhr Mittagspause & Informelle Vernetzung
14:00 – 16:00 Uhr Vier parallele Workshops:
mit Miles Wendt
Ob mit umfassenden praktischen Erfahrungen, ersten Berührungspunkten oder einfach Neugier – dieser Workshop bietet Raum für gemeinsames Lernen und Austausch.
Wir beschäftigen uns mit dem Konzept der Relaxed Performance: einem Format, das eine entspanntere und flexiblere Atmosphäre schafft und Zugänge für Menschen eröffnet, für die herkömmliche Regeln und Erwartungen im Kulturbetrieb eine Barriere sein können. Dazu gehören zum Beispiel autistische Menschen, Menschen mit Tourette oder ADHS, mit Lernschwierigkeiten oder chronischen Schmerzen. Geräusche und Bewegungen sind erlaubt, der Raum darf jederzeit verlassen und wieder betreten werden. Wichtig sind transparente Informationen darüber, was Besucher*innen erwartet und welche Möglichkeiten sie haben.
Dabei geht es nicht darum, Kulturangebote grundsätzlich reizarm zu machen oder Inhalte und künstlerische Formen zu verändern. Vielmehr geht es darum, Barrieren zu erkennen, Handlungsspielräume zu schaffen und eine selbstbestimmte Teilnahme zu ermöglichen.
Gemeinsam schauen wir darauf, was sich aus den Prinzipien von Relaxed Performances auf unterschiedliche Angebote der Kinder- und Jugendkultur übertragen lässt: Wie kann ein Klassikkonzert für junges Publikum gestaltet sein, wenn Kinder sich bewegen oder Geräusche machen müssen? Was braucht ein Malkurs, damit unterschiedliche Formen der Teilnahme möglich sind? Wie kann ein Ferienworkshop mit Pausen, Rückzugsmöglichkeiten und transparentem Ablauf gestaltet werden?
In diesen zwei Stunden öffnet Miles Wendt den eigenen Werkzeugkoffer, bevor Teilnehmer*innen ihre Erfahrungen teilen und passgenaue Ideen für mehr Zugänglichkeit ihrer Kulturangebote entwickeln können.
mit Jan Kampmann (Moderation) und Christopher Weymann (FUNDUS THEATER), Dr. Myriam Hummel (EUCREA ARTplus), Leonie Jakobs (EUCREA INTO / Autorin), Lea Rudi (Schülerin an der Handelsschule am Borgweg), Marie-Kristine Meier und Anke Fischer (Elbphilharmonie Abteilung Education)
Immer mehr Kultureinrichtungen und einzelne Projekte beschäftigen sich mit Barrierefreiheit und Zugängen für ihr Publikum. Der eigentliche Wandel entsteht jedoch, wenn Menschen mit Behinderung nicht nur als Besucher*innen gedacht werden, sondern als Kolleg*innen und Künstler*innen Teil des Kulturbetriebs sind.
In dieser Austauschrunde geht es um konkrete Zugänge und Wege in den Kulturarbeitsmarkt: Wie kann kulturelle Bildung die Bildungsbiografien junger Menschen prägen? Wo erleben junge Menschen wichtige Schlüsselmomente? Welche Berufswege eröffnen sich in der Kultur- und Kreativbranche – und für wen sind sie tatsächlich zugänglich? Welche Unterstützung brauchen Jugendliche beim Übergang in Ausbildung und Beruf? Und was muss sich verändern, damit Kultur ein inklusiver Arbeitssektor wird? Im Mittelpunkt stehen Einstiegs- und Ausbildungswege wie Praktika und das FSJ Kultur sowie inklusive Ausbildungs- und Studiengänge im Bereich Kunst und Kultur.
mit Hark Empen, Corinna Edenharter, Hiba Abdallah
Achtung! Der Workshop ist ausgebucht!
Wie erreiche ich Kinder mit Behinderung für meinen Tanzkurs, mein Festival oder mein Konzert?
– diese Frage wird in der Open up!-Beratung oft gestellt.
Outreach ist mehr als Werbung. Es ist die Frage: Wer bleibt draußen – und warum? Und was müsste sich ändern, damit sich das wirklich verschiebt? Es geht um Zugänge, Beziehungen und Vertrauen.
In diesem Workshop öffnen Hark Empen, Corinna Edenharter und Hiba Abdallah ihren Werkzeugkoffer aus der Praxis und teilen Erfahrungen aus PR-Arbeit, Veranstaltungsorganisation, aus Elternperspektive und aus eigener Erfahrung mit dem Aufwachsen mit Behinderung sowie heutiger Arbeit als Access Managerin. Bringt eure Fragen, Zweifel und Erfahrungen mit!
mit Timo Kocielnik
Wie kann Theater entstehen, wenn Sprache, Text und klassisches Schauspiel nicht im Mittelpunkt stehen?
In diesem praxisorientierten Workshop beschäftigen wir uns mit basalen Theaterformen und erkunden, wie Materialien, Klänge, Bewegungen, Licht und sinnliche Impulse zu theatralen Ausdrucksmitteln werden können.
Anhand von Beispielen aus vergangenen Produktionen und durch gemeinsames Ausprobieren entwickeln wir Ideen für eine inklusive Theaterpraxis, an der Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen körperlichen, kommunikativen und kognitiven Voraussetzungen teilhaben können.
16:00 – 16:30 Uhr Abschluss
Zusatzprogramm: Workshop Inklusive Musikpädagogik
im KON am nächsten Tag
Weil ein Tag nicht reicht, findet der Workshop „Inklusive Musikpädagogik” am Dienstag, dem 6. Oktober, im Hamburger Konservatorium in Ottensen statt.
Dienstag, 6. Oktober, 10:00 bis 13:00 Uhr, im Hamburger Konservatorium (KON), Lilly-Giordano-Saal
Mit Torge Schmidt
In Kooperation mit dem Hamburger Konservatorium
In dieser dreistündigen Fortbildung vermittelt Torge Schmidt praxisnahe Ansätze der inklusiven Musikpädagogik für Musikschulen, Kitas und die Konzertpädagogik.
Die Teilnehmenden lernen grundlegende Prinzipien inklusiver und sonderpädagogischer Perspektiven kennen, entwickeln Ideen für differenzierende Arrangements und erproben vielfältige Musizier- und Kompositionsformen mit analogen und digitalen Medien wie GarageBand oder Thumbjam. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie musikalische Angebote so gestaltet werden können, dass sie heterogene Gruppen sinnvoll unterstützen und kreative Teilhabe ermöglichen.
Nach einem kurzen Einstieg zu Kontext und Zielen werden zentrale Grundlagen inklusiver Musikpädagogik vorgestellt – von individuellen Lernvoraussetzungen über Aneignungsebenen bis hin zu differenzierenden Arrangements. Anschließend arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen an praktischen Aufgaben: Sie entwickeln inklusive musikalische Varianten, komponieren mit digitalen Tools oder übertragen ein Arrangement direkt auf ihren eigenen Unterrichtskontext. Zum Abschluss werden die Ergebnisse präsentiert und gemeinsam reflektiert, welche Impulse unmittelbar in die eigene Praxis übernommen werden können.
Die Fortbildung richtet sich an Musikpädagog*innen aus Musikschulen, Kitas sowie aus der Musikvermittlung und Konzertpädagogik – mit und ohne Erfahrung in inklusiver Musikpädagogik.
Ort und Barrierefreiheit
Ort: Lilly-Giordano-Stieg 1, 22763 Altona
Anfahrt: S1 bis Bahrenfeld (400 Meter Entfernung) oder Bus 16 bis Grünebergstraße (300 Meter Entfernung)
Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung Ihren Bedarf zur Barrierefreiheit mit, damit wir sie besser berücksichtigen können.
- Rollstuhlzugänglich
- Abholservice von der S-Bahn, MOIA- oder Bus-Haltestelle
- Assistent*innen bitte wegen Platzkapazität im Formular ankündigen
- Assistenzhunde willkommen
- In Deutscher Lautsprache
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit im Konservatorium auf der Website der KulturPerlen unter diesem Link.
Hiba Abdallah setzt sich als Person mit Migrationshintergrund und angeborener Behinderung dafür ein, Kultur für alle zugänglich zu machen. Sie ist Teil des Open up!-Beratungsteams und arbeitet freischaffend als Access Managerin.
Romy Ballhausen ist Vize-Präsidentin im Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. und Mitglied im Elternrat der Elbschule in Hamburg. Sie kommuniziert mit ihrem Tauben Kind in Deutscher Gebärdensprache und Deutsch und setzt sich für eine bilinguale-bimodale Bildung von Tauben und hörbehinderten Kindern und Jugendlichen ein.
Mert-Abdullah Çapan ist ein genreübergreifender Pianist, Komponist und Musikproduzent. Er studiert Klavier an der HfMT-Hamburg und setzt sich für Barrierefreiheit, Chancengleichheit und Inklusion in der allgemeinen Musikszene und der musikalischen Ausbildung ein.
Annika Ditzer ist Schauspielerin und arbeitet auch hinter der Bühne daran, dass alle Theater erleben können unter anderem mit Aesthetics of Access. Sie ist Mitbegründerin und Projektleitung des Hamburger Künstler*innen-Netzwerks CAN! (Crip Art Now!).
Corinna Edenharter arbeitet als Sozialraummanagerin beim ASB Eimsbüttel und ist Mutter einer Tochter mit Behinderung. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Entwicklung bedarfsorientierter Angebote für Kinder und Jugendliche; in Eidelstedt hat sie das inklusive Freizeitangebot „Musik verbindet“ ins Leben gerufen.
Hark Empen arbeitet in Kulturproduktion und Kommunikation mit Schwerpunkt auf den darstellenden Künsten, Musik und Festivals. Seit vielen Jahren begleitet Hark Künstler*innen und freie Produktionen dabei, ihre Arbeit sichtbar zu machen und unterschiedliche Öffentlichkeiten zu erreichen.
Anke Fischer leitet die Education-Abteilung der Elbphilharmonie und setzt sich mit ihrem 30-köpfigen Team aktiv für Diversität, Partizipation und intersektionale Musikvermittlung ein.
Laura Frenker‑Hackfort leitet das Projekt „Zusammen wachsen – Offene Kinder- und Jugendarbeit für alle!“ bei Leben mit Behinderung Hamburg. Ziel des Projekts ist es, Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen den Zugang zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) – etwa zu Spielhäusern, Aktivspielplätzen oder Jugendtreffs – zu erleichtern und Barrieren abzubauen. Grundlage dafür ist der Index für Inklusion.
Dr. Myriam Hummel ist Erziehungswissenschaftlerin, Kunstpädagogin und aktuell Referentin im Bildungsmanagement bei EUCREA e.V. Für EUCREA leitet sie derzeit das ARTplus Programm in Hamburg, durch das Menschen mit Behinderungen Zugänge in die künstlerische Ausbildung eröffnet werden.
Leonie Jakobs setzt sich für Diversität im Kulturbereich ein und verwebt diese auch gerne in ihren eigenen Geschichten. Sie ist Peer-Beraterin für Künstler*innen mit Behinderung im Rahmen der Beratungsstelle INTO bei EUCREA und schreibt als selbstständige Autorin für den PIPER Verlag, dotbooks by SAGA Egmont und Amazon Publishing.
Jan Kampmann ist Schauspieler, Moderator und Journalist. Neben seiner künstlerischen Arbeit engagiert er sich als Inklusionsbotschafter für Filmmakers und ist Mitglied der AG Inklusion von ProQuote Film. Sein Fokus liegt auf mehr Diversität und Barrierefreiheit im Film- und Medienbereich.
Timo Kocielnik arbeitet als freier Theaterpädagoge mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind prozessorientierte Theaterprojekte sowie inklusive und basale Theaterformen. Im Mittelpunkt stehen ästhetische Erfahrungen, Improvisation, Selbstwirksamkeit und die Entwicklung eigener Ideen und Ausdrucksformen.
Marie-Kristin Meier leitet das Team der Instrumentenwelt in der Education-Abteilung der Elbphilharmonie. Hier ist sie insbesondere für das Workshopangebot für Schulklassen, Kitagruppen und Familien verantwortlich, wozu auch inklusive Vermittlungsformate zählen.
Lea Rudi ist Schülerin der höheren Handelsschule am Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte und konnte mit zwei Kurzpraktika im Frühjahr 2026 im Museumsdienst sowie in der Education‑Abteilung der Elbphilharmonie einen Blick hinter die Kulissen zweier Hamburger Kulturinstitutionen werfen.
Kerrin Stumpf ist Juristin, Mutter eines erwachenen Sohnes mit komplexen Unterstützungsbedarfen und Geschäftsführerin des Elternvereins „Leben mit Behinderung Hamburg“. Sie ist eine der prägnantesten Stimmen der Hamburger Behindertenpolitik und setzt sich mit Nachdruck für die Rechte und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung.
Milena (Miles) Wendt hat Theater- und andere Geisteswissenschaften in Berlin und Melbourne studiert. Miles arbeitet freiberuflich als Access-Dramaturg*in und Berater*in zu den Themen Inklusives Arbeiten und Barrierefreiheit. Deren Schwerpunkt liegt in der Umsetzung von Relaxed Performances, insbesondere für junges Publikum. Miles interessiert sich besonders für künstlerische Formate, die Barrierefreiheit von Anfang an ästhetisch mitdenken.
Catharina Wesemüller engagiert sich seit vielen Jahren für Selbstbestimmung, Teilhabe und die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Als Geschäftsführerin von Autonom Leben e. V. leitet sie die Beratungsstellen des Vereins und bringt dabei ihre berufliche Erfahrung ebenso ein wie ihre eigene Perspektive als behinderte Frau und Rollstuhlnutzerin.
Christopher Weymann ist queer-feministischer Performer, Informatiker und Theatermacher für Kinder. Als Teil der Künstlerischen Leitung am FUNDUS THEATER / Forschungstheater in Hamburg realisiert er in co-kreation mit Kindern Projekte und Inszenierungen im Spannungsfeld von Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst. Zudem arbeitet auch an einen Theater für Alle hinter den Kulissen und betreut das FSJK am Haus.
Ort und Barrierefreiheit
am Montag, 5. Oktober
Ort
Kulturhaus Eidelstedt, Alte Elbgaustraße 12, 22523 Hamburg
Anfahrt
- S-Bahn S3, S5 bis Elbgaustraße, 1 km Entfernung
- Bus 4, 21, 181, 183, 185, 281, 283, 284 bis Eidelstedter Platz, 200 Meter Entfernung
- MOIA-Haltestelle 300 Meter Entfernung
- Zwei Behindertenparkplätze hinter dem Kulturhaus
- Kostenpflichtige Tiefgarage am Eidelstedter Center, 200 Meter Entfernung
Barrierefreiheit
Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung Ihren Bedarf zur Barrierefreiheit mit, damit wir diesen besser berücksichtigen können.
-
Abholservice von der S‑Bahn-, MOIA- oder Bushaltestelle auf Anfrage
-
DGS‑Dolmetschung bei diesen Programmpunkten: Eröffnung, Runder Tisch, Input „Index für Inklusion“, Workshop „Inklusiver Arbeitssektor“ und Abschluss
-
Induktive Hörunterstützung auf Anfrage möglich bei diesen Programmpunkten: Eröffnung, Runder Tisch, Input „Index für Inklusion“, Workshop „Vernetzung durch Bewegung“, Workshop „Inklusiver Arbeitssektor“ und Abschluss
-
Teilweise zugänglich für blinde und sehbehinderte Gäste: barrierefreie Präsentationen; kein Leitsystem vorhanden
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Rückzugsraum mit Liegefläche und Decke
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Glutenfreies, veganes und laktosefreies Catering und Mittagessen
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Eigenes Mittagessen mitbringen möglich
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Reizarmes Mittagessen in kleiner Gruppe in ruhiger Umgebung auf Anfrage
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Alternative Sitzgelegenheit, z. B. Sitzsack, auf Anfrage
-
Reizarmer Sitzplatz Tisch (wenn es keinen Tisch gibt) auf Anfrage
-
Assistenzperson: keine Extra‑Anmeldung notwendig; bitte in der Anmeldung wegen Platzkapazität und Catering angeben
-
Assistenzhunde willkommen, bitte im Formular ankündigen
-
Baby‑Wickeltisch im WC für alle und in der Elternschule (9:30 bis 13 Uhr), Stillen in allen Räumen willkommen, oder für mehr Intimität in der Elternschule (9:30 bis 13 Uhr) und im Rückzugsraum (13 bis 17 Uhr)
Detaillierte Infos zu den Barrieren im Kulturhaus Eidelstedt (inklusive Fotos) bei den Kulturperlen.
Bei Fragen zu Barrierefreiheit melden Sie sich gern bei uns:
Claire Diraison (sie/ihr) und Vreni Bock (sie/ihr)
Mo-Fr 9:30 bis 15 Uhr
040 524 78 97 18
Catering
Von 9 bis 15 Uhr stehen Kaffee und Snacks (vegan, gluten- und laktosefrei) allen Tagungsteilnehmer*innen zur Verfügung.
Das Café steeedt bietet zum Mittagessen vegetarische, vegane sowie gluten- und laktosefreie Gerichte an (Details stehen im Anmeldeformular).
Wer sein Essen lieber mitbringen möchte, kann im Café gemeinsam mit allen Teilnehmerinnen essen.
Außerhalb der Mittagspause von 13 bis 14 Uhr können Tagungsgäste dort jederzeit leckere Speisen und Getränke auf eigene Kosten bestellen.
Anmeldung!
Update vom 2.10.26: Die Anmeldung ist nun geschlossen. 110 Personen nehmen an der Open up!-Tagung teil!
Wenn Sie kurzfristig teilnehmen möchten, können Sie eine Mail mit Ihrem Programmwunsch an schicken. Wir melden uns am Wochenende, falls Plätze frei geworden sind.
Sie können sich – je nach Zeit, Energie und Interesse – für einzelne Programmpunkte anmelden. Einige Angebote laufen parallel. So kann jede*r den Tag flexibel nach den eigenen Bedürfnissen und Interesse gestalten.
Teilnahmegebühr inkl. Mittagessen nach Selbsteinschätzung: 0 €, 20 € oder 40 €.
Abmeldung: Wenn Sie doch nicht teilnehmen können, sagen Sie bitte ab. So können Nachrücker berücksichtigt und Kosten – insbesondere fürs Catering – besser geplant werden.
Bitte Bedarf an Barrierefreiheit und Programm-Auswahl bei der Anmeldung angeben.
Förder*innen
Eine Tagung von Open up! / LAG Kinder- und Jugendkultur finanziert durch die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit dem Kulturhaus Eidelstedt.
Der Workshop "Inklusive Musikpädagogik" wird in Kooperation mit dem Hamburger Konservatorium veranstaltet.
