Einfach machen!
Einfache Sprache im FUNDUS THEATER

Das Interview in Schwerer Sprache können Sie hier lesen.
Im Programmheft vom FUNDUS THEATER gibt es jetzt Texte in Einfacher Sprache.
Auch auf der Internet-Seite kann man diese Texte lesen.
Man erkennt sie an einem Zeichen: Ein kleines „e“ in einem roten Kreis.
Man sagt auch Piktogramm.
Das Piktogramm für Einfache Sprache ist hier oben zu sehen.
Wir haben mit Gundula Hölty und Christopher Weymann gesprochen.
Sie arbeiten im FUNDUS THEATER.

Frage (Open up!):
Ihr seid das erste Theater in Hamburg mit Einfacher Sprache.
Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Gundula Hölty:
Die Idee kam von Menja.
Sie macht ein freiwilliges Jahr bei uns.
Ihre Assistentin heißt Rieke.
Menja braucht im Alltag Einfache Sprache.
Und wiir haben schon länger gedacht:
Unsere Texte sind oft schwer zu verstehen.
Wir wollen aber viele Menschen erreichen:
Kinder und Erwachsene.
Auch Menschen mit intellektueller Behinderung.
Menja und Rieke haben uns ein Buch gezeigt:
Den Ratgeber für Leichte Sprache.
Zuerst habe ich gedacht:
Das ist zu schwer für uns.
Das schaffen wir nicht.
Dann haben wir gesagt:
Wir probieren es einfach.
Schritt für Schritt.
Leichte Sprache ist sehr streng.
Das kostet viel Zeit und Geld.
Das können wir uns nicht leisten.
Deshalb machen wir erst mal:
Einfache Sprache.
Und nur für einige Texte.
Für unsere eigenen Theater-Stücke.
Frage (Open up!):
Also einfach anfangen, ohne alles perfekt zu machen?
Wie habt ihr das gemacht?
Gundula Hölty:
Für das erste Heft haben wir nur unsere eigenen Stücke genommen.
Nicht die Gastspiele.
Wir haben uns an Regeln orientiert:
- kurze Sätze
- einfache Wörter
- schwierige Wörter erklären
Für schwere Wörter wie „FLINTA“ oder „MINT“ gibt es ein kleines Wörterbuch im Heft.
Auch das Aussehen war wichtig:
Unsere Grafikerin hat ein neues Zeichen gemacht.
So erkennt man die Texte in Einfacher Sprach schneller.
Bei dem Stück „Frequenzsprung“ war es anders:
Der Text für die Werbung wurde zuerst in Einfacher Sprache geschrieben.
Danach wurde er für die Presse schwerer gemacht.
Menja hat alle Texte gelesen.
Sie hat uns Rückmeldung gegeben.
Frage (Open up!):
Christopher, du hast ein Stück gemacht und den Text für die Werbung geschrieben.
Wie war es für dich, einen Text in Einfacher Sprache zu schreiben?
Christopher Weymann:
Wir sind ein Theater für Kinder.
Wir wollen Kinder gut ansprechen.
Beim Schreiben habe ich gemerkt:
Einfache Sprache ist wie eine eigene Kunst.
Die Texte klingen fast wie Gedichte.
Das hat mir Spaß gemacht.
Es war spannend, gute Wörter zu finden:
Klare Wörter.
Und nicht zu viel über das Stück zu verraten.
Frage (Open up!):
Habt ihr Künstliche Intelligenz benutzt?
Christopher Weymann:
Nein, am Anfang nicht.
Ich habe zuerst selbst übersetzt.
Mit Hilfe von Regeln für Leichte Sprache.
Später habe ich auch mit KI gearbeitet.
Und Menja hat die Texte noch einmal geprüft.
Frage (Open up!):
Welche Rückmeldungen habt ihr bekommen?
Gundula Hölty:
Wir haben noch nicht viele Rückmeldungen vom Publikum.
Das ist aber auch ein gutes Zeichen.
Wir haben selbst gemerkt:
Die Texte werden besser.
Sie sind klarer und leichter zu verstehen.
In Zukunft wollen wir auf der Internet-Seite etwas Neues machen:
Man kann dann auswählen:
- schwere Sprache
- oder Einfache Sprache
Links:
- Beispiel Text in Einfacher Sprache auf der Webseite vom FUNDUS THEATER hier
- Ratgeber Leichte Sprache vom Netzwerk Leichte Sprache
- KI-Übersetzer in Leichter Sprache
- FUNDUS-Programmheft Februar bis Juni 2026
